Collage Rodgau und Diagramme
Rodgau: In Bezug auf die Bundestagswahl Hessens durchschnittlichste Kommune Bild © Collage: hessenschau.de, picture-alliance/dpa

Wo konnten die Parteien bei der Bundestagswahl am meisten punkten, wo schnitten sie am schlechtesten ab? Welche Gemeinde wählte am durchschnittlichsten? Daten und Zahlen zur Bundestagswahl aus hessischer Sicht.

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Wo ist Hessen besonders durchschnittlich?

Die durchschnittlichste Kommune in Hessen ist - Rodgau. Nirgendwo sonst war das Ergebnis so nah am Bundesergebnis dran wie in der Stadt im Landkreis Offenbach. Alle Abweichungen der sechs großen Parteien und der Sonstigen vom Deutschland-Ergebnis zusammengenommen betragen gerade mal 4,4 Prozent. Am weitesten weg vom Bundesergebnis ist hingegen Cornberg. Die Abweichungen der nordhessischen Gemeinde betragen insgesamt 51,2 Prozent. Das lag zu großen Teilen am Ergebnis der SPD. Die Partei lag dort um 20,3 Prozentpunkte über dem Bundeswert.

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Wie verlief die Wahlbeteiligung?

Aufwärts ging es in Hessen mit der Wahlbeteiligung. Nachdem bei den vergangenen Bundestagswahlen stets ein Trend nach unten verzeichnet wurde, stieg der Anteil der Wähler in diesem Jahr auf 77,0 Prozent an - ein Plus von 3,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2013. Bundesweit gingen 76,3 Prozent aller Wahlberechtigten an die Urne.

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Wie viele Wähler stimmten per Briefwahl?

Der seit Jahren anhaltende Trend zur Briefwahl setzte sich auch bei dieser Bundestagswahl fort. Mit 26,7 Prozent gab jeder Vierte seine Stimme bereits vor dem Wahlsonntag ab.

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Wo ging die Wahlbeteiligung auseinander?

Am eifrigsten waren die Wähler im Hochtaunus-Ort Wehrheim. Dort gingen 86,5 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl. Generell ist die Wahlbeteiligung in kleineren Gemeinden höher als in den Städten. Die geringste Wahlbereitschaft gab es in Raunheim und Offenbach.

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Wo waren die Parteien am erfolgreichsten?

Traditionell können die Parteien in bestimmten Regionen besonders punkten: die CDU im Osten, die SPD im Norden und Grüne und Linke in den größeren Städten. Der Trend hat sich auch bei dieser Wahl bestätigt. Während die CDU im Rhön-Ort Poppenhausen ihr bestes Ergebnis einfuhr, landete die SPD in Oberweser (Landkreis Kassel) ganz vorn.

Die Grünen erzielten ihr bestes Ergebnis in Darmstadt, wo die Partei auch den Oberbürgermeister stellt. Die Linke konnte in der Uni-Stadt Marburg punkten, die AfD dagegen im osthessischen Neuhof, wo der AfD-Politiker und einstige CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann einst Bürgermeister war. Die FDP konnte im edlen Taunus-Ort Königstein jeden vierten Wähler für sich gewinnen.

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Wo schnitten die Parteien am schlechtesten ab?

Quasi entgegengesetzt ist das Bild, wenn man sich anschaut, wo die Parteien am schlechtesten abgeschnitten haben. Gerade für die vier kleineren Parteien Grüne, Linke, AfD und FDP ging es in einigen Städten oder Gemeinden tief in den einstelligen Bereich.

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Wo konnten die "kleinen Parteien" punkten?

Die zwölf Mini-Parteien, die in Hessen mit Landeslisten antraten, konnten zusammen genommen 4,4 Prozent der Stimmen sammeln. Nur in wenigen Gemeinden gab es Ausreißer. Auffällig: Die Piratenpartei, die noch vor wenigen Jahren in einige Landtage einzog, erzielte ihr bestes Ergebnis mit gerade mal 1,2 Prozent in Weißenborn. Die rechtsextreme NPD landete in Büdingen bei 2,3 Prozent. Dort hatte sie bei der Kommunalwahl 2016 10,2 Prozent erzielt.

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Was wäre eigentlich wenn ...

... die sechs großen Parteien NICHT bei der Bundestagswahl angetreten wären? Dann hätte vielleicht die Tierschutzpartei die Wahl in Hessen gewonnen. CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD und FDP rausgerechnet kamen die Tierschützer auf 23,3 Prozent und landeten damit vor den deutlich prominenteren Piraten, den Freien Wählern und der "PARTEI".

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Weitere Informationen

Alle Ergebnisse

Die Ergebnisse für alle Wahlkreise, Städte und Gemeinden gibt es hier in einer interaktiven Karte.

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