OB-Wahl Offenbach Kandidaten Muhsin Senol
Muhsin Senol Bild © Privat

hessenschau.de: Ihre politische Arbeit in drei Schlagworten:

Muhsin Senol: Gerecht - innovativ - bürgernah

hessenschau.de: Warum wären Sie der richtige Oberbürgermeister für Offenbach?

Senol: Weil ich die Vielfalt unserer Stadt repräsentiere und die Interessen ALLER Offenbacher vertrete. Ich stehe politisch weder links noch rechts und kenne die unterschiedlichen Sorgen und Nöte der Menschen, die hier leben. Als Teamleader werde ich die Bürger noch mehr als bisher an der politischen Willensbildung unserer Stadt beteiligen und die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, mit aller Kraft angehen.

Weitere Informationen

Muhsin Senol

Geburtsdatum: 15. August 1978
Geburtsort: Cankiri in der Türkei
Familienstand: ledig
Erlernter Beruf: Kaufmann
Ausgeübter Beruf: Leitender Angestellter

Ende der weiteren Informationen

hessenschau.de: Wie unterscheiden Sie sich von Ihren Mitbewerbern?

Senol: Wie man an meinem Namen unschwer erkennen kann, habe ich einen sogenannten Migrationshintergrund, übrigens genauso wie rund 60 Prozent aller Offenbacher/innen. Das ist bundesweit ein Spitzenwert und verleiht Offenbach eine Vorreiterrolle für das multikulturelle Zusammenleben. Mein Netzwerk erstreckt sich im Privaten wie im Beruflichen auf viele Bereiche dieser Stadt. Viele Migranten fühlen sich von der Kommunalpolitik nicht ausreichend vertreten und wenden sich von dieser ab. Das lässt sich an der niedrigen Wahlbeteiligung dieser Bevölkerungsgruppe ablesen, die ja in Offenbach die Mehrheit darstellt. Hier möchte ich entgegensteuern und das Vertrauen dieser Menschen zurückgewinnen.

hessenschau.de: Welches Problem in Offenbach würden Sie als OB als erstes angehen?

Senol: Ich sehe die größten Probleme im Bereich der Bildung und Jugendarbeit und werde an der Verbesserung unserer Schulen arbeiten. Viele Jugendliche fühlen sich nach der Schule allein gelassen, finden keine Lehrstelle oder wissen nicht, was sie studieren sollen. In diesem Bereich muss unbedingt etwas getan werden. Ich werde die Jugendlichen nicht sich selbst überlassen. Hierbei sehe ich neben den Schulen vor allem die Vereine in einer Schlüsselrolle. Viele Vereine in der Stadt machen bereits sehr gute Arbeit, sei es im Sport, in der Bildung oder im kulturellen Bereich. Die Politik muss diese stärker als bisher unterstützen und in städtische Projekte einbeziehen. Die heranwachsende Generation ist unsere Zukunft, Bildung der Schlüssel zum Erfolg.

hessenschau.de: Steigende Einwohnerzahlen, wachsende Mieten: Offenbach verändert sich schnell. Wird die Stadt für die alten Einwohner bald zu teuer?

Senol: In der Tat gehören steigende Einwohnerzahlen und neuer/bezahlbarer Wohnraum zu den größten Herausforderungen. Steigende Mietpreise sind vor allem für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen wie Alleinerziehende, Studenten und Geringverdiener sowie für (junge) Familien ein Problem. Wir erleben aktuell einen Bauboom in Offenbach. Das ist sehr erfreulich. Der soziale Wohnungsbau muss aber bei dieser Entwicklung Schritt halten.  Des Weiteren sollten wir das altbewährte Genossenschaftsprinzip wiederbeleben.

Bei aller Freude über neuen Wohnraum dürfen wir jedoch die Gefahr einer schleichenden Ghettoisierung nicht unterschätzen. Es darf nicht sein, dass Besserverdienende sich auf die Hafeninsel zurückziehen und sozial Schwache nur noch in Lauterborn eine Wohnung finden.

Der Zuzug in die Stadt sowie die hohe Geburtenrate bieten allerdings auch Chancen. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Kinder geboren. Es gilt, die Potenziale der Menschen zu erkennen und zum Vorteil unserer Stadt zu nutzen.

hessenschau.de: Welche weiteren Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Senol: Innenstadtentwicklung und Förderung des Einzelhandels; Öffentlicher Nahverkehr und Ausbau von Fahrradwegen; Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen durch Ansiedlung neuer Unternehmen, u.a. auch durch Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes um als Unternehmensstandort attraktiver zu werden; Beteiligung an den Einnahmen des Flughafens.

hessenschau.de: Ein Blick aufs Jahr 2023 - wie sollte sich Offenbach nach Ihrer sechsjährigen Amtszeit verändert haben?

Senol: Offenbach ist eine großartige Stadt und viel besser als ihr Ruf. Ich möchte, dass die Stadt endlich aus dem Schatten Frankfurts heraustritt und ihr Potenzial frei entfaltet. Mein Ziel ist es, die positive Entwicklung unserer Stadt in allen Bereichen weiter voranzutreiben, so dass Offenbach als dynamische, weltoffene Großstadt überregional wahrgenommen wird. Im Jahr 2023 sollte Offenbach ein attraktiverer Unternehmensstandort sowie eine lebens- und liebenswertere Stadt sein als bisher. Hierfür möchte ich mich mit aller Kraft und Energie einsetzen.

Weitere Informationen

Persönliches

Das mag ich an Offenbach besonders ...
... ich liebe die Vielfalt unserer Stadt. Offenbach macht es vor und zeigt, wie das friedliche Zusammenleben von Menschen aus über 100 Nationen in einer Großstadt gelingen kann. Diskriminierung und Fremdenhass haben bei uns nichts verloren.

Mein Lieblingsort in Offenbach ist ...
... der Büsingpark. Hier habe ich als Kind gerne meine Freizeit verbracht. Weiter gefällt mir das Mainufer sowie das bunte Treiben in der Innenstadt.

Wenn ich nicht Politik mache ...
... pflege ich mein soziales Netzwerk und engagiere mich im Bereich der Jugendarbeit, Bildung und kulturellem Zusammenleben. Außerdem gehe ich in meiner (knappen) Freizeit dem Reiten und Bogenschießen nach.

Ende der weiteren Informationen