Thorsten Schäfer-Gümbel im Landtag.
Schon zum zweiten Mal: Thorsten Schäfer-Gümbel, hier bei der Generaldebatte 2015, ist vom Pech verfolgt. Bild © picture-alliance/dpa

Vergangenes Jahr konnte er kaum sprechen, nun muss er mit Schmerzen in die wichtigste Landtagsdebatte des Jahres: SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel kämpft mit den Folgen eines Treppensturzes.

Es ist wie verhext: Beim großen Aufeinandertreffen im Landtag mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag wird SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel wieder körperlich gehandicapt sein.

"Thorsten Schäfer-Gümbel ist die Treppe runtergefallen und hat sich einen Wirbel gebrochen", sagte SPD-Sprecher Christoph Gehring am Montag zu hessenschau.de. Der Unfall ereignete sich am Sonntag und damit zwei Tage vor der Generaldebatte zum Doppelhaushalt.

Bereits im vergangenen Jahr konnte Schäfer-Gümbel nicht so energisch gegen die Pläne der Landesregierung argumentieren, wie er gerne gewollt hätte: Wegen einer schweren Erkältung versagte ihm damals die Stimme, er sprach deutlich kürzer als die ihm zustehenden 40 Minuten. Bouffier (CDU) dagegen überzog seine Redezeit deutlich und sprach rund eine Stunde lang.

Zumindest kann Schäfer-Gümbel sprechen

Der SPD-Chef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Herbst 2018 könne aber zumindest normal gehen und auch die Rede halten, sagte Gehring. Was er bei der vermutlich letzten großen Generaldebatte mit Bouffier vor der Landtagswahl sagen wird, sei noch nicht genau festgelegt. Schäfer-Gümbel spreche bei seinen Reden meistens ohne festes Manuskript, sondern frei anhand von Stichworten.

Anm. d. Red.: In einer ersten Version hatte es geheißen, Schäfer-Gümbel werde am Dienstag mit Korsett sprechen. Ein SPD-Sprecher stellte jetzt klar, dass das Korsett erst nach der Debatte angelegt wird.

Sendung: hallo hessen, 11.12.2017, 16.00 Uhr