Sandro Sirigu
Obwohl schon bald Weihnachten ist, denkt Sandro Sirigu derzeit mehr über Hasen und Eier nach. Bild © Imago

Nach acht sieglosen Spielen in Folge will bei Zweitligist Darmstadt 98 keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Ganz im Gegenteil: Die Worte, die Sandro Sirigu für seine deutliche Kritik am Auftreten der Lilien findet, erinnern eher an Ostern.

Videobeitrag

Video

zum Video Sandro Sirigu: "Verständlich, dass die Fans gepfiffen haben."

Ende des Videobeitrags

Mitte November ist die Weihnachtszeit längst eingeläutet. In den Supermarktregalen stehen die Nikoläuse fein säuberlich aufgereiht, unser Lieblingsradiosender spielt "Last Christmas" in Dauerschleife. Alles andere als besinnlich ist hingegen die Lage beim SV Darmstadt 98. Bei den Lilien ist der Baum noch lange nicht geschmückt. Er brennt – und das schon lichterloh.

Zurück zum Lilien-Fußball

Acht Spiele in Folge haben die eigentlich gut in die Saison gestarteten Südhessen schon nicht mehr gewonnen. Bei einigen Partien fehlte ihnen schlichtweg das Glück. Die jüngste 1:2-Pleite gegen Sandhausen war hingegen kaum zu entschuldigen. "Wie wir zurzeit auftreten, das geht so einfach nicht", sagte auch Sandro Sirigu. Dass die Fans den müden Auftritt ihrer Mannschaft mit Pfiffen quittiert hatten, sei mehr als nur verständlich. "Alles ist verständlich. Man fühlt sich als Spieler auch ein bisschen beschämt, dass man den Fans nichts zurückgeben kann."

Videobeitrag

Video

zum Video Sandro Sirigu: "Wir haben Angsthasenfußball gespielt."

Ende des Videobeitrags

Der 29-Jährige kritisierte das eigene Team scharf. "Angsthasenfußball" spielten die Darmstädter derzeit. Das könne in der 2. Bundesliga einfach nicht funktionieren. "Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln und uns ganz schnell Eier wachsen lassen. Alles andere hat keinen Sinn." Der Darmstädter Fußball stand immer für Einsatzwille und Herz. Und das soll er schnellstmöglich auch wieder tun.

Das Herz in beide Hände nehmen

Sirigu reihte sich mit seiner Kritik in die lange Liste der Spieler und Verantwortlichen ein, die ihrem Frust nach der Sandhausen-Pleite lautstark Ausdruck verliehen hatten. "Das war einfach nur peinlich", hatte etwa Stürmer Terrence Boyd gesagt. Trainer Torsten Frings sprach von einer "von der ersten bis zur letzten Minute katastrophalen Leistung". Kapitän Aytac Sulu soll mit Blick auf die kommenden Aufgaben noch auf dem Platz angekündigt haben, dass "wer nicht kämpft, rasiert" werde. Das klingt alles andere als vorweihnachtlich.

Weitere Informationen

Lilien-Teammanager im hr-heimspiel!

Darmstadts Teammanager Michael Stegmayer ist am Montagabend (23 Uhr) zu Gast im hr-heimspiel! und wird mit Moderator Oliver Mayer über die aktuelle Krise bei den Lilien sprechen.

Ende der weiteren Informationen

Damit die Stimmung zum Ende des Jahres doch noch besser wird, hilft nur eins: Die Lilien brauchen Erfolgserlebnisse. Das erste soll am besten schon beim kommenden Auswärtsspiel bei Union Berlin (Freitag, 18.30 Uhr) eingetütet werden.

Externer Inhalt Ende des externen Inhalts