Schuster und die Profis jubeln.
Dirk Schuster (li.) und die Lilien bejubeln das späte 1:1 in Fürth. Bild © Imago

Mit Dirk Schuster an der Seitenlinie gibt es zwar kein Ende der Sieglos-Serie, aber immerhin legt Darmstadt 98 wieder die bewährten Tugenden an den Tag. Für die Winterpause kündigt der Trainer harte Arbeit an.

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Auf Post mit dem Absender "SV Darmstadt 98" wartet der Weihnachtsmann in diesen Tagen höchstwahrscheinlich vergeblich. Anstelle eines Wunschzettels schreiben die Lilien nämlich eine sehr lange To-do-Liste für die Winterpause. Angesprochen auf die Baustellen, die er und sein Team nach den Feiertagen angehen wollen beziehungsweise müssen, sprudelt es aus Trainer Dirk Schuster im Gespräch mit dem hr-sport nur so raus.

"Das geht bei taktischen und normalen Fouls im Mittelfeld los, wo wir den Gegner umrennen und ihm dadurch Freistöße schenken. Weiter geht's beim Abwehrverhalten nach abgewehrten zweiten Bällen, über Konterzüge bis zu Spielsituationen in der Offensive. Wir werden keinen Mangel an Arbeit haben."

Gekämpft und Moral bewiesen

Gesammelt hat Schuster all diese Eindrücke in rund einer Hand voll Trainingseinheiten seit seiner Rückkehr in der vergangenen Woche – und vor allem in 90 Minuten Abstiegskampf bei der SpVgg Greuther Fürth. Das späte 1:1, für das Mittelfeldspieler Hamit Altintop mit seiner Bogenlampe wohl eher zufällig als absichtlich gesorgt hatte, bescherte den Lilien exakt eine Woche vor Heiligabend ein Weihnachtsfest außerhalb der direkten Abstiegszone.

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Der Abstiegskampf der Lilien ist auch am Montagabend im heimspiel! des hr-fernsehens ein Thema. Beginn der Sendung ist um 23 Uhr.

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"Die Mannschaft hat gefightet und Moral bewiesen", schildert Schuster seinen Eindruck vom Spielverlauf. "Das zeigt schon, dass wir auf einem guten Weg sind." Wie er die Mannschaft nach dem Trainerwechsel vorgefunden hat? "Ein bisschen unruhig." Das sei aber ganz normal angesichts einer Serie von elf beziehungsweise nunmehr zwölf Spielen ohne Sieg. In diesem Fall strotze man nicht vor Selbstvertrauen, und man spiele erst recht nicht jeden Gegner einfach so an die Wand.

Viele Einzel- und Gruppengespräche

Auf der To-do-Liste, die die Arbeit des SV98 bis zum Restrunden-Auftakt am 24. Januar gegen Kaiserslautern bestimmen wird, ist außerdem noch ein weiterer Punkt zu finden: die Kommunikation. Allein in den ersten Tagen sind Schuster und sein Trainerteam in zahlreiche Einzel- sowie Gruppengespräche gegangen, um mit ihren Spielern die Situation zu analysieren und mögliche Lösungen zu erarbeiten.

"Der Großteil der Gespräche ging auch in die Richtung, was wir von jedem einzelnen verlangen", verrät der Coach nur oberflächlich. "In den Gesprächen kommen auch manche Sachen zur Sprache, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wir haben mit den Spielern in dieser Beziehung ein Agreement, einen Großteil der Gespräche bei uns in der Trainerkabine zu lassen. Und daran möchte ich mich auch gerne halten."

Frings-SMS an Schuster

Wesentlich auskunftsfreudiger ist Schuster hinsichtlich der Tatsache, dass sich sein Vorgänger Torsten Frings kurz vor Anpfiff der Fürth-Partie noch einmal per SMS bei ihm gemeldet hatte. "Er hat uns allen und mir persönlich viel Glück gewünscht – und vor allem auch Erfolg." Davon kann Darmstadt 98 im neuen Jahr jede Menge gebrauchen. Denn selbst wenn die Lilien einen Wunschzettel verschicken würden: Ein Klassenerhalt lag noch nie unter dem Weihnachtsbaum.

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