Collage: Altes Stadion am Böllenfalltor und Skizze des umgebauten Stadions
So soll das Stadion künftig aussehen Bild © Imago/Collage: hessenschau.de

Der Umbau des Böllenfalltor-Stadions in Darmstadt ist einen Schritt vorangekommen. Das Stadtparlament stimmte am Dienstagabend für die Übergabe der Spielstätte an den Zweitligisten SV Darmstadt 98.

Vor gut zwei Wochen wurden die Pläne für den Umbau des maroden Stadions präsentiert, jetzt hat die Lokalpolitik einen weiteren Stein aus dem Weg geräumt. Die Stadtverordnetenversammlung in Darmstadt stimmte am Dienstagabend wie erwartet für einen auf 40 Jahre ausgelegten Erbpachtvertrag. Damit übergibt die Stadt als bisherige Eigentümerin die Spielstätte an die Lilien, ab 1. Januar 2018 wird das Stadion vom Zweitligisten über eine Tochtergesellschaft verwaltet.

In den kommenden drei Jahren soll das "Bölle" für rund 28,5 Millionen Euro umgebaut werden. Von den Umbaukosten übernimmt die Stadt Darmstadt 15 Millionen Euro. Der Verein trägt 10 Millionen Euro, 3 Millionen Euro kommen vom Land Hessen. Weitere Kosten entstehen zudem für den Bau eines neuen Funktionsgebäudes. Mit der Entscheidung der Stadt steht nun auch fest, dass das neue, alte "Bölle" eine Maximalkapazität von rund 19.000 Zuschauern haben wird.

Umbau ist Ende eines langen Prozesses

Mit dem Umbau endet ein jahrelanger Prozess: Nach dem Höhenflug der Lilien mit Aufstieg aus der 3.Liga in die Bundesliga war schnell klar, dass das alte Stadion den Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Zunächst hatten Club und Stadt einen Neubau favorisiert, in Darmstadt aber keinen geeigneten Standort gefunden. Die Entscheidung fiel schließlich auf einen Umbau am Traditionsspielort.

Mit diesem Plan wollen die Lilien auch der in den vergangenen Monaten immer lauter werdenden Kritik der DFL über den Zustand des Stadions entgegenwirken. Bis zum 31. Oktober mussten die Südhessen einen Masterplan für den Umbau vorlegen, ob die Fußball-Liga diesen Vorschlägen zustimmt, ist aber noch offen.