Das Böllenfalltor-Stadion in Darmstadt
Fußball-Romantik vom feinsten: das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt Bild © Imago

Gute Nachrichten für den SV Darmstadt 98: Die Deutsche Fußball Liga hat die Pläne für den Umbau des Stadions am Böllenfalltor akzeptiert.

Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 darf weiter im traditionsreichen Stadion am Böllenfalltor spielen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe den Verein nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen informiert, dass die Auflagen für die Infrastruktur erfüllt worden seien, teilte der Verein am Donnerstag mit. Insbesondere der "Masterplan", der einen umfassenden Umbau der Arena vorsieht, sei von der DFL akzeptiert worden.

Der Plan, der zum 31. Oktober des vergangenen Jahres eingereicht wurde, sieht vor, dass in den kommenden Wochen mit dem Bau eines Funktionsgebäudes auf dem Stadiongelände begonnen wird. Vom Sommer an sind der Umbau und die Überdachung der Gegengerade vorgesehen, danach soll die Errichtung einer modernen Haupttribüne folgen.

Umzug nicht nötig, Statusberichte schon

Nach jahrelangem Hick-Hack um die Zukunft der Spielstätte, hatten sich Verein und Stadt im Herbst auf eine Erbpacht-Lösung geeinigt. Die Lilien übernehmen über eine Tochtergesellschaft das Stadion von der Stadt.

Neu gebaut werden unter anderem die Gegen- und die Haupttribüne. Das Stadion soll nach Ende der Bauarbeiten rund 18.600 Zuschauern Platz bieten. Geplant sind in etwa so viele Steh- wie Sitzplätze. Die Kapazität erhöht sich leicht, derzeit hat das Stadion rund 17.400 Plätze. Die Kosten wurden auf 28,5 Millionen Euro geschätzt. Davon übernimmt die Stadt 15 Millionen Euro. Der Verein trägt 10 Millionen Euro, drei Millionen Euro kommen vom Land Hessen.

Hätte die DFL den Masterplan nicht akzeptiert, hätten die Lilien zur Rückrunde in ein Ausweichstadion umziehen müssen. Die DFL habe dem Verein nun auferlegt, ihr regelmäßige Statusberichte zum Fortschritt vorzulegen.

Sendung: hr-iNFO, Nachrichten, 11.1.2018, 11 Uhr