Terrence Boyd Darmstadt 98
Terrence Boyd warnt davor, nur das Schlechte zu sehen. Bild © Imago

Der SV Darmstadt 98 hat auch im neunten Spiel in Folge keinen Sieg eingefahren. Terrence Boyd schöpft aus dem Remis bei Union Berlin trotzdem viel Mut. Wer das nicht tue, könne seine Fußballschuhe auch gleich an den Nagel hängen, so der Lilien-Stürmer.

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zum Video Boyd: "Haben uns um unsere Früchte gebracht"

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Die Lilien haben am Freitag mal wieder Punkte liegengelassen. Bei Union Berlin führten die Südhessen mit 3:2 und ließen sich in der Nachspielzeit doch wieder die Butter vom Brot nehmen. Oder besser gesagt: Sie ließen die Brotscheibe fallen, die natürlich mit der beschmierten Seite auf dem Boden landete.

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Rosenthal im heimspiel!

Was war das nur für ein Pech: Im Spiel gegen Berlin bekam Jan Rosenthal in der Nachspielzeit den Ball vom eigenen Mitspieler an den Kopf, von wo aus das Leder zum 3:3-Endstand über die Torlinie trudelte. Der Unglücksrabe schildert im heimspiel! am Montagabend (23 Uhr), wie er die Situation erlebt hat.

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Jammern bringt nichts

Das unglückliche Eigentor von Jan Rosenthal war das ernüchternde Ende einer Partie, in der die Lilien den ersehnten Sieg eigentlich verdient gehabt hätten. "Wir waren vom Trainer gut eingestellt, die ganze Mannschaft hat funktioniert", fasste Doppeltorschütze Terrence Boyd zusammen. "Und dann so ein Slapstick-Ding: Das tut natürlich weh." Man habe sich selbst um die Früchte harter Arbeit gebracht. Statt den Befreiungsschlag zu feiern, rutschen die 98er in der Tabelle immer weiter ab.

Zitat
„Dan können wir aufhören mit unserem Beruf.“ Zitat von Terrence Boyd
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Boyd möchte trotzdem so schnell wie möglich einen Haken unter den nächsten Rückschlag machen. "Nach den ganzen Wochen, die nicht wirklich positiv waren, bringt es nichts, wenn wir hinterher jammern und uns selbst leidtun", so der Stürmer. "Wenn wir das nur so betrachten, dass das Glas halbleer ist, dann brauchen wir gar nicht weitermachen. Dann können wir aufhören mit unserem Beruf."

Sonst wird's ungemütlich

Die Lilien hätten schließlich auch viele Dinge richtig gemacht gegen Berlin. Daran müsse man sich aufrichten. "Wir haben Herz gezeigt und gut gespielt. Wenn wir unsere Leistung nächste Woche genauso gegen Regensburg bringen, dann mache ich mir keine Sorgen." Bei einem weiteren Rückschlag wird es indes langsam richtig ungemütlich in Darmstadt.