Michael Stegmayer
Teammanager Michael Stegmayer (vorne) mit Co-Trainer Björn Müller und Chefcoach Torsten Frings (re.) Bild © Imago

Krisengerede hin oder her: Darmstadt 98 steht hinter Torsten Frings. Teammanager Michael Stegmayer pfeift auf eine Trainerdiskussion, sieht die Führungsspieler gefordert - und gibt den Lilien-Fans ein Versprechen ab.

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Das Wochenende hinterließ auch bei Michael Stegmayer seine Spuren. "Das zerrt an den Nerven. Wir können die Krise nicht wegreden", sagte der Teammanager des Zweitligisten SV Darmstadt 98 im hr-heimspiel! am Montagabend. Nacht acht sieglosen Partien in Folge hat sich mittlerweile Ernüchterung breitgemacht bei den Südhessen, die vor Rundenbeginn angesichts namhafter Zugänge wie Weltmeister Kevin Großkreutz noch als potenzieller Aufstiegskandidat gehandelt worden waren.

Nun, wenige Monate später, befindet sich der verheißungsvoll in die Saison gestartete SV98 im tabellarischen Sinkflug. Der vorläufige Tiefpunkt war die jüngste 1:2-Pleite gegen Sandhausen am vergangenen Freitag im heimischem Stadion am Böllenfalltor. Die Fans machten ihrem Ärger Luft und quittierten die erschreckend schwache Vorstellung mit einem Pfeifkonzert. "Das Spiel war desolat. Da kann man nicht zur Normalität übergehen", berichtete Stegmayer von intensiven Gesprächen zwischen Mannschaft und Verantwortlichen.

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"Die Stimmung ist nicht sonderlich gut. Nach so einem schlechten Spiel gab es einiges an Redebedarf. Wir haben die Zeit genutzt, um zu sprechen und zu analysieren", sagte der 32-Jährige, der bis vor eineinhalb Jahren selbst noch das Lilien-Trikot übergestreift hatte und seit Sommer 2016 als Teammanager fungiert. Ob der Meinungsaustausch auf verschiedenen Ebenen geholfen hat, wird die Partie am Freitag bei Union Berlin zeigen. "Wir richten den Blick nach vorne. Das ist der einzige richtige Weg", gab Stegmayer als Devise aus.

"Frings ist genau der richtige Mann"

Dass die Partie in der Hauptstadt zu einem Schicksalsspiel für Frings werden könnte, weißt der Darmstädter Teammanager entschieden zurück. "Das ist auf keinen Fall ein Endspiel. Wir haben hier keine Trainerdiskussion", betonte Stegmayer. Der 32-Jährige ist felsenfest davon überzeugt, dass Frings mit den Lilien die Krise meistern wird. "Er ist genau der richtige Mann. Ich sehe tagtäglich, dass eine gute Zusammenarbeit herrscht." Solche Diskussionen kämen von außen. "Wir kommen da unten wieder raus."

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Ein Erfolgserlebnis in Berlin wäre Gold wert und würde die Verantwortlichen um Präsident Rüdiger Fritsch ein wenig ruhiger schlafen lassen. Sollte aber auch das Gastspiel bei den "Eisernen" nach hinten losgehen, dürften sich die Diskussionen um Frings erst recht entfachen. Damit es für die Darmstädter schleunigst wieder bergauf geht, sind Kapitän Aytac Sulu und Co. gefordert. "In so einer Situation sind die Führungsspieler gefragt", betonte Stegmayer - und gab den Lilien-Fans in punkto Einsatzwillen ein Versprechen ab: "Ich versichere, dass wir eine andere Mannschaft auf dem Platz sehen werden."

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Montag, 20.11.2017, 23 Uhr