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Der Kader von Trainer Torsten Frings ist derzeit überschaubar. Bild © Imago

Der SV Darmstadt 98 reist am Samstag mit einem überschaubaren Kader zu Eintracht Braunschweig. Fünf potenzielle Stammspieler fehlen den Südhessen wegen Verletzungen oder Gelb-Sperren. Der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte ist unterdessen auf dem Sprung nach Ungarn.

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Torsten Frings vor dem Spiel gegen Bielefeld

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Pressekonferenz der Lilien in voller Länge

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"Wir pfeifen momentan aus dem letzten Loch", sagte Trainer Torsten Frings auf der Pressekonferenz am Donnerstag. "Wir werden quasi alles, was wir noch haben, mit nach Braunschweig nehmen." Für die Partie am Samstag (13 Uhr) in Niedersachsen müssen die Lilien neben dem Langzeitverletzten Peter Niemeyer (Fersen-OP) auch weiter auf Keeper Daniel Heuer Fernandes (Fingerbruch) und Standardspezialist Tobias Kempe (Zehenbruch) verzichten.

Beim letzten Heimspiel gegen Holstein Kiel (1:1) zog sich auch noch Angreifer Felix Platte einen Muskelbündelriss in der Hüfte zu und fällt mehrere Wochen aus. Routinier Hamit Altintop muss wegen seiner 5. Gelbe Karte zusehen.

Sobiech als Platte-Ersatz

Zudem ist der Einsatz von Jan Rosenthal laut Frings noch fraglich. Der Offensivspieler hat Adduktorenprobleme. Für den verletzungsanfälligen Mittelfeldspieler wäre eine erneute Pause doppelt bitter - schließlich hatte er beim letzten Aufeinandertreffen mit Braunschweig vor gut zweieinhalb Jahren sein bislang einziges Zweitliga-Tor für die "Lilien" erzielt.

Im Sturm deutet viel auf einen Einsatz des polnischen Nationalspieler Artur Sobiech als Platte-Vertreter hin. Keine Alternative für das Spiel am Samstag ist laut Frings dagegen Roman Bezjak. Der mit rund zwei Millionen Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte kam im Sommer 2016 nach Darmstadt, konnte sich aber nie durchsetzen. Derzeit weilt der slowenische Nationalspieler zum Probetraining beim ungarischen Tabellenführer Ferencváros Budapest. Bezjak sei ein Wechselkandidat für den Winter. "Das ist natürlich bitter für ihn. Aber wir sehen die anderen Angreifer besser als Roman", sagte Frings.