Frings Fritsch
Ein Bild mit Symbolcharakter: Lilien Präsident Fritsch (r.) vertraut weiter auf die Dienste von Trainer Frings. Bild © Imago

Auch wenn der SV Darmstadt 98 unter Torsten Frings seit zehn Spielen auf einen Sieg wartet, genießt der Coach weiter das Vertrauen der Verantwortlichen. Präsident Rüdiger Fritsch nahm sich vielmehr die Mannschaft zur Brust.

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zum Video Fritsch: "Das können die Jungs nur selbst richten."

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"Darmstadt 98 feuert Meier und Fach", so titelte der hr-sport vor ziemlich genau einem Jahr, am 5.12.2016. Warum Coach Norbert Meier seinen Hut nehmen musste? Nach sechs Niederlagen in Folge waren die Lilien in der Bundesliga auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine.

Die Parallelen zur derzeitigen Situation der Südhessen sind unverkennbar. Seit zehn Spielen warten die Lilien auf einen Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Nach der jüngsten 0:1-Niederlage gegen Jahn Regensburg stehen sie auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Eine Wiederholung des letztjährigen Vorgangs wird es trotzdem nicht geben. Trainer Torsten Frings genießt noch immer das Vertrauen der Verantwortlichen.

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Fritsch im heimspiel!

Das gesamte Gespräch mit Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch sehen Sie am Montagabend (23 Uhr) im heimspiel! des hr-fernsehens.

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Die Mannschaft ist verantwortlich

"Das Trainerteam funktioniert. Der Trainer ist engagiert, hat weder innerlich gekündigt, noch ist er demotiviert", kam SV98-Präsident Rüdiger Fritsch entsprechenden Nachfragen zuvor. Frings stehe nicht zur Disposition. Vielmehr sollten sich die Spieler hinterfragen, ob sie die Vorgaben des Trainers richtig umsetzen.

Zitat
„Die Verantwortung für die 90 Minuten auf dem Platz hat kein Trainer, kein Präsidium, kein Sponsor und nicht der liebe Gott.“ Zitat von Rüdiger Fritsch, SV98-Präsident
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"Wenn hier aus Tausenden von Kehlen Namen von Ex-Spielern gerufen werden, darüber mag sich jeder seine Gedanken machen", sagte Fritsch am Montag dem hr-sport. "Die Verantwortung für die 90 Minuten auf dem Platz hat kein Trainer, kein Präsidium, kein Sponsor und nicht der liebe Gott. Das können die Jungs auch selbst richten." Das habe er am Morgen auch dem Team persönlich gesagt. Ein Instagram-Post von Kapitän Aytac Sulu lässt vermuten, dass die Spieler das bereits wissen.

Instagram Sulu
Bild © Instagram/as4_official

Zwei richtungsweisende Spiele vor der Winterpause

Die Alarmglocken schrillen noch nicht in Darmstadt. Kleinreden möchte und kann man die Krise aber auch auch nicht. "Für Angst ist es zu früh in der Saison, aber wir wissen, dass es enger wird. Wir müssen da schleunigst raus", verdeutlichte Rechtsverteidiger Markus Steinhöfer die momentane Gemütslage der 98er.

Noch zwei Spiele bleiben den Südhessen, um vor der Winterpause die Wende einzuleiten. Gegen Erzgebirge Aue und gegen Greuther Fürth geht es – man muss es derzeit so hart sagen – gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Unabhängig von den Ergebnissen will man im Verein im Anschluss die Lage analysieren und etwaige Veränderungen einleiten. "Und damit meine ich nicht den Trainer", bekräftigte Fritsch noch einmal.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Der Sport-Talk, 4.12.2017, 23 Uhr