Schuster PK
Dirk Schuster ist zurück am Böllenfalltor. Bild © Imago

Dirk Schuster ist wieder Trainer von Darmstadt 98 - und soll die Lilien so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller führen. Gut, dass er keine lange Eingewöhungszeit benötigt.

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz mit Dirk Schuster

Ende des Videobeitrags

Dirk Schuster ist der neue, alte starke Mann an der Seitenlinie des SV Darmstadt 98. Die Lilien stellten den gebürtigen Chemnitzer am Dienstagmorgen offiziell vor. "Der Anruf kam am Samstagabend und hat das Herz sofort wieder anspringen lassen", sagte Schuster zur ersten Kontaktaufnahme durch Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch. Für das Engagement bei den Lilien schlugen Schuster und sein Team ein anderes Angebot aus Südeuropa aus. "Das war schon ziemlich konkret."

Schuster soll die Lilien so schnell wie möglich stabilisieren. Am Sonntag (13.30 Uhr) geht es im Spiel bei Greuther Fürth gleich gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. "Dirk Schuster kennt unsere Gegebenheiten. Er wird keine oder nur eine minimale Eingewöhnungszeit benötigen und sofort mit voller Energie an die Arbeit gehen können", sagte Fritsch.

Abwehr stabilisieren, Blockaden lösen

Wie in seiner ersten Amtszeit am Böllenfalltor will Schuster als erstes für eine stabile Abwehr in Darmstadt sorgen. "In Aue haben wir zu viele Chancen zugelassen. Wir wollen wieder mehr Stabilität, eine defensive Grundordnung herstellen", kündigte Schuster an. Das unter seinem Vorgänger Torsten Frings etablierte Offensivspiel möchte er weitestgehend beibehalten. "Die Spielkultur hat sehr gut funktioniert. Wir wollen weiter so torgefährlich vor der anderen Kiste sein." Die Lilien sind seit elf Spielen sieglos.

Bereits am Dienstagnachmittag steht das erste Training unter Schuster auf dem Programm. Bevor er sein Team mit den Ball arbeiten lässt, wird er noch einige Gespräche mit den Spielern, aber auch mit Torwarttrainer Dimo Wache und Athletikcoach Kai Schmitz führen. "Wir müssen die Ursachen und Lösungsansätze finden", sagte Schuster mit Blick auf die Krise bei den Südhessen. Der Kopf spiele eine große Rolle. "Wir werden versuchen, durch neue Impulse eine Blockade zu lösen, die es geben könnte."

Vergangenes ist aufgearbeitet

Ein erstes Gespräch mit seinem Vorgänger hatte Schuster bereits am Sonntag geführt. "Er hat mir außerdem eine Nachricht auf dem Flip-Chart hinterlassen - ein toller Mensch." Frings habe ihm alles Gute und viel Erfolg gewünscht. "Torsten Frings, das soll hier noch mal zum Ausdruck gebracht werden: Wir sind beidseitig mit großem Respekt auseinandergegangen. Ein klares Dankeschön für die geleistete Arbeit", wies auch Präsident Fritsch auf das gute Verhältnis zu Schusters Vorgänger hin.

Ein gutes Verhältnis pflegen inzwischen auch Fritsch und Schuster wieder. Bei Schusters Abgang 2016 zum FC Augsburg hatte sich der Coach mehrere medienwirksame Wortfechte mit dem Lilien-Boss geliefert. "Wir hatten Redebedarf", gestand Schuster. Nun sei die Vergangenheit aufgearbeitet.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Externer Inhalt
Ende des externen Inhalts