Yannick Stark beklatscht Fans
Yannick Stark hat mit den Lilien bereits seit Mitte September keinen Sieg mehr eingefahren. Bild © Imago

Seit einer halben Ewigkeit wartet der SV Darmstadt 98 nun schon auf einen Sieg in der 2. Bundesliga. Mittelfeldspieler Yannick Stark beklagt fehlendes Glück, aber auch die Großzügigkeit der Lilien gegenüber der Konkurrenz.

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Viel hat nicht gefehlt am Wochenende. Ein paar Sekunden standen noch zwischen den Lilien und einem Auswärtssieg in Braunschweig, als der Ball im Darmstädter Netz einschlug. 2:2, Abpfiff, wieder nicht gewonnen. "Momentan fehlt leider ein bisschen das Spielglück", beklagt Yannick Stark im hr-heimspiel! am Montagabend.

"Es würde uns sicher guttun, mal wieder ein einfaches, geschenktes Tor zu bekommen", sendet der Mittelfeldspieler ein kleines Stoßgebet in Richtung Fußballgott. Bloß, die Geschenke verteilen in der 2. Bundesliga derzeit eher die Hessen: in Braunschweig in Form eines Eigentores zum Auftakt und eines folgeschweren Patzers von Ersatz-Keeper Joel Mall in der Nachspielzeit.

Seit Mitte September sieglos

Das in seinem Zustandekommen unglückliche, aber dennoch leistungsgerechte Unentschieden bei den Löwen war bereits das siebte Spiel in Folge, das die Lilien nicht für sich entscheiden konnten. Den letzten Dreier sammelte die Mannschaft von Torsten Frings Mitte September beim 4:3 gegen Bielefeld, Stark saß damals 90 Minuten auf der Bank. Seinen Stammplatz hat der zentrale Mittelfeldspieler mittlerweile auf dem Rasen, doch so richtig will es bei ihm und dem SV98 einfach nicht laufen. Die Lilien befinden sich in einer handfesten Ergebniskrise.

Ein Rückschluss von den Ergebnissen auf die Qualität der Darmstädter Auftritte lässt sich laut Stark aber nur bedingt ziehen: "Die Leistung in Braunschweig war absolut ansprechend. Es gibt einfachere Aufgaben, als dort zu spielen. Wir hätten gewinnen müssen, aber sind momentan diese Kleinigkeiten, die gegen uns sprechen", sagt der 27-Jährige und schiebt hinterher: "Es sind leider im Moment viele Kleinigkeiten. Aber wir versuchen mit aller Macht, da raus zu kommen."

"Müssen uns die Ergebnisse hart erarbeiten"

Auch wenn Trainer Frings und Vereinsboss Rüdiger Fritsch seit Saisonbeginn beinahe mantraartig wiederholen, dass der sofortige Wiederaufstieg in die Bundesliga auch intern nie erklärtes Ziel gewesen sei, so hatte doch gerade der Auftakt mit zehn Punkten aus vier Spielen eine Euphorie rund ums Böllenfalltor entstehen lassen. Nach etwas mehr als einem Drittel der Saison sind die Aufstiegsträume der Realität gewichen, 13 Punkte liegen zwischen Darmstadt und dem Tabellenzweiten Kiel. Nach dem Remis gegen Kiel (1:1) im bis dato letzten Heimspiel gab es sogar erstmals in dieser Saison zaghafte Pfiffe vom Publikum.

Stark kann die Enttäuschung der Fans verstehen, erklärt aber auch: "Ich glaube, dass der harte Kern weiter hinter der Mannschaft steht." Nun müsse das Team die Ärmel hochkrempeln und dafür sorgen, dass das auch so bleibt: "Es gibt leider keinen anderen Weg", sagte der Sechser mit Blick auf die anstehenden Trainingseinheiten in der Länderspielpause. "Es ist ein Prozess, den man anschieben muss und in dem man sich die Ergebnisse hart erarbeitet."

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