Frings hält sich die Hände vors Gesicht.
Lilien-Trainer Torsten Frings Bild © Imago

Enttäuschung über ein kurioses Last-Minute-Gegentor? Oder doch eher Freude über eine gute Leistung? Die Stimmen nach dem Spiel in Berlin zeigen: Bei Darmstadt 98 gab es am Freitag beides.

Durch ein unglückliches Eigentor von Jan Rosenthal hat der SV Darmstadt 98 in letzter Sekunde den erhofften Erfolg beim 1. FC Union Berlin verpasst. In einem dramatischen Spiel kassierten die Hessen am Freitagabend mit der letzten Aktion den bitteren Ausgleich zum 3:3 und sind damit seit nunmehr neun Spielen sieglos.

Torsten Frings (Lilien-Trainer): Wir haben von Anfang bis Ende ein richtig gutes Spiel und ein ganz, ganz anderes Gesicht als letzte Woche gegen Sandhausen gezeigt. Hut ab vor meiner Mannschaft. Ich bin unheimlich stolz, wie sie aus der Halbzeit rausgekommen ist, wieder Charakter bewiesen hat, wieder absoluten Willen und Teamgeist gezeigt hat. Drei Tore gegen Union Berlin zu schießen ist nicht einfach – wir haben es geschafft. Bezeichnend für unsere Situation ist halt dieses wahnsinnige Tor in der Nachspielzeit. Aber das Positive überwiegt, wir haben ein richtig geiles Spiel gemacht.

Florian Stritzel
Florian Stritzel Bild © Imago

Florian Stritzel (Lilien-Keeper): Da war alles dabei: Höhen, Tiefen, Flutlicht und geile Fans. Wir haben den Kampf komplett angenommen, ich bin mega-stolz auf die Mannschaft. Das war ein anderes Gesicht als zuletzt. Das erste Gegentor muss ich natürlich haben. Aber ich habe die Situation sofort abgehakt und mir gesagt, schlimmer kann es nicht werden. Ich habe versucht, alles rauszuhauen und das ist mir dann auch gut gelungen.

Hamit Altintop (Lilien-Mittelfeldspieler bei "sky"): Wir sind natürlich enttäuscht. Die letzte Aktion passt einfach ins Bild. Aber wir haben eine intakte Gruppe. Wir arbeiten hart und dann werden wir es zu Hause wieder versuchen. Es fühlt sich nicht toll an, aber wir machen weiter. Wenn man ein Stück mehr Selbstvertrauen hat, gelingen die Aktionen auch besser. Aber momentan kämpfen wir teilweise mit uns selber.

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Jan Rosenthals Billard-Eigentor

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Jens Keller (Union-Trainer): Die ersten 45 Minuten habe ich mir keine Gedanken gemacht. Und dann kommen wir aus der Kabine, und ich weiß nicht, was wir dann veranstaltet haben. Wir verhindern keine Flanken, haben hinten keine gute Zuordnung – da müssen wir deutlich dran arbeiten. Wenn Darmstadt gut gewesen wäre, muss man das akzeptieren. Aber wenn wir das Spiel im Griff haben, kommen dann aus der Halbzeit und haben Probleme: Das ist für mich nicht zu erklären.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am samstag, 25.11.2017, 17.15 Uhr