Joel Mall patzt gegen Nürnberg
Lilien-Keeper Joel Mall erwischt gegen Nürnberg nicht seinen besten Tag. Bild © Imago

Wacklige Abwehr, klare Worte: Der SV Darmstadt 98 offenbart auch gegen Nürnberg seine eklatanten Defensiv-Probleme. Spieler und Trainer sind angefressen.

Nach 17 Gegentoren in den vergangenen sechs Spielen ist der SV Darmstadt 98 im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle angekommen. Gegen den 1. FC Nürnberg läuft nach vorne alles bestens, hinten häufen sich die Fehler. Die Stimmen zur 3:4-Niederlage der Lilien im Überblick.

Jan Rosenthal: Wenn du im eigenen Stadion drei Tore schießt, darfst du nicht verlieren. Aber es ist schwer, wenn wir mit solchen individuellen Fehlern immer wieder Tore kassieren. Wir hatten es eigentlich unter Kontrolle und hatten Chancen. Dann kommt nach der Halbzeit ein Ball und alles ist offen. Kurz später lassen wir uns auskontern. Wir sind ein junges Team, das kann passieren. Trotzdem müssen wir hinten mal wieder zu Null spielen. Dann werden wir auch wieder gewinnen, denn vorne schießen wir ja auch immer drei oder vier Tore.

Hamit Altintop
Hamit Altintop ist unzufrieden. Bild © Imago

Hamit Altintop: Das erste Gegentor war ein Fehler von uns, beim zweiten Tor haben wir sie auch eingeladen. Mich ärgert es extrem, dass die Nürnberger jetzt mit drei Punkten nach Hause fahren und wirklich denken, dass die besser waren. Die hatten bis dahin keine Torchance. Erst als wir aufgemacht haben, hatten die ihre Möglichkeiten und haben noch zwei Treffer erzielt. Wir müssen jetzt wieder aufstehen, aber es ist wirklich sehr, sehr ärgerlich. Insgesamt war es von jedem einzelnen zu wenig. Jetzt müssen Aytac und ich die Mannschaft aufrichten, wir sind gefordert.

Yannick Stark: Es hat am Ende nicht gereicht, weil wir einfach hinten zu schlampig waren. Uns sind wieder viele individuelle Fehler unterlaufen, das kommt vor im Fußball. Alles in allem machen wir keine so schlechten Spiele, nur die Ergebnisse stimmen nicht. Jetzt werden wir daran arbeiten, den Bock wieder umzustoßen.

Torsten Frings: Bis zur 55. Minute haben wir ein Top-Spiel gemacht. Bis dahin hatte Nürnberg keine echte Torchance. Allerdings wird es mit dieser Anzahl an individuellen Fehlern schwierig, Spiele zu gewinnen. Nürnberg hat das eiskalt ausgenutzt. Wir schießen ständig drei oder vier Tore, aber es reicht trotzdem nicht. Das ist bitter. Wir müssen diese Fehler abstellen, aber das kann man eben nicht trainieren.

Hanno Behrens im Duell mit Jan Rosenthal
Hanno Behrens im Club-Trikot gegen die alten Mitspieler. Bild © Imago

Hanno Behrens: Es war ein komisches Gefühl für mich und schon ein bisschen mehr Aufregung als bei einem normalen Spiel. Ich hatte hier eine sehr schöne Zeit und freue mich einfach, wieder hier zu sein. Es war ein sehr herzlicher Empfang von vielen Fans, das macht Darmstadt ein bisschen aus. Ich verbinde noch viel mit Darmstadt und wünsche den Jungs jetzt erstmal für die restliche Hinserie alles Gute. Trotzdem wollte ich heute natürlich unbedingt gewinnen.

Sendung: hr-heimspiel am Montag, hr-fernsehen, 16.10.17., 23 Uhr