Jan Rosenthal beim Training
Jan Rosenthal Bild © Imago

Das Eigentor von Berlin abhaken und nach vorne schauen: So lautet das Motto von Jan Rosenthal und Darmstadt 98 in diesen Tagen. Für den Profi selbst ist der Blick nach vorne aber auch der in die eigene sportliche Zukunft.

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Jan Rosenthal von Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich. Im Zentrum steht dabei zweifelsohne das turbulente 3:3 beim 1. FC Union Berlin am Freitagabend, das einer griechischen Tragödie gleicht. Allerdings mit nur drei Akten: erst eine durchwachsene erste Halbzeit, dann eine Leistungssteigerung in der zweiten – und am bitteren Ende Rosenthals Billard-Eigentor, das zum späten Remis führt. Im heimspiel! des hr-fernsehens lässt der 31 Jahre alte Offensivspieler all das noch einmal Revue passieren.

Das sagt Rosenthal über …

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Jan Rosenthals Billard-Eigentor

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… den Last-Minute-Schock von Berlin: Wir saßen abends noch mit der Mannschaft zusammen und haben versucht, darüber hinwegzukommen. Man war einfach sehr erschöpft, man hat viel reingelegt in die 90 Minuten und echt geglaubt, dass es diesmal klappt mit dem Sieg. Und dann passiert sowas. Es kamen viele Spieler von Union auf mich zu, die meinten: "So ist halt Fußball. Was willst du machen?"

… den Verlauf der Partie bei Union: Wir haben gut angefangen und fünf Minuten dagegengehalten. Dann wurden wir hinten reingedrängt und waren passiver. Aber das ist der Situation geschuldet: Wir haben jetzt neun Spiele nicht gewonnen, Union hat dafür zuhause noch gar nicht verloren. Klar haben die im Moment mehr Selbstvertrauen. Dagegen anzugehen – und dann so eine zweite Halbzeit zu spielen – das kam aus der Mannschaft.

… die Halbzeitansprache von Trainer Torsten Frings: Er war sehr ruhig und hat gesagt: "Männer, das sieht gut aus. Man merkt, dass wir eigentlich noch mehr können." Danach waren wir deutlich mutiger. Mehrere aus der Mannschaft haben gesagt: "Heute sind wir soweit. Das bekommen wir hin."

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… die vielen Punkte, die die Lilien zuletzt in der Schlussphase verschenkt haben: Mit jeder Serie spielt die Sorge mit, dass nichts mehr passieren darf. Sobald der Gedanke da ist, wächst wahrscheinlich schon das Risiko. Vielleicht dreht es sich irgendwann. Und die Hoffnung haben wir jetzt auch wieder. Man muss solange weiterkämpfen, bis es soweit ist. Wir haben eine gute Mannschaft und die Stimmung ist nach wie vor gut.

… die fehlende Zeit für sein Malerei-Hobby: Es ist so, dass ich Zeit und Muße dafür haben und mich fit fühlen muss. Jetzt habe ich eine kleine Tochter, von daher wird das momentan eher weniger. Vielleicht malt sie demnächst mal mit (lacht). Es ist eins von mehreren Hobbys. So viele können Fußballer nicht haben, weil sie körperlich durch den Beruf schon ausgelastet sind.

… seine sportliche Zukunft: Ich bin im Sommer nach Darmstadt gezogen, wohne nah beim Stadion. Da bleibt mehr Zeit, die ich sonst auf der Autobahn verbracht hätte, für die Familie. Ich weiß nicht, wie lange ich noch spielen werde. Die großen Wechsel werden sicherlich nicht mehr kommen. Deswegen schaue ich auch nicht groß in die Zukunft. Jetzt bin ich erst mal in Darmstadt – und fühle mich da wohl.

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… das 4:4 im Bundesliga-Revierderby zwischen Dortmund und Schalke: Wir hatten jetzt ja auch mit einem Last-Minute-Ausgleich zu kämpfen. So ein 4:0 aus der Hand zu geben, ist noch mal was anderes. Ich hätte es Dortmund nach der ganzen Serie natürlich gegönnt, mit so einem 4:0 zurückzukommen. Aber ich habe auch ehemalige Mitspieler, die bei Schalke spielen. Und mir gefällt auch, was Trainer Domenico Tedesco da macht. Das finde ich spannend.