Rosenthal köpft den Ball ins eigene Tor.
Welch eine Szene: Der Ball tropft von Fabian Hollands auf Jan Rosenthals Kopf – und von dort ins eigene Tor. Bild © Imago

Das gibt es doch nicht: Darmstadt 98 war bei Union Berlin nah dran an einem Auswärtssieg. Kurz vor dem Abpfiff mussten die Lilien aber mal wieder einen späten Ausgleichstreffer hinnehmen.

Ein unglückliches Billard-Eigentor von Jan Rosenthal hat den SV Darmstadt 98 in letzter Sekunde um den erhofften Befreiungsschlag in der 2. Fußball-Bundesliga gebracht. In einem dramatischen Spiel kassierten die Hessen am Freitagabend vor 21.108 Zuschauern in der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich zum 3:3 beim 1. FC Union Berlin und sind damit seit nunmehr neun Spielen sieglos.

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Rosenthal im heimspiel!

Jan Rosenthal ist am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens zu Gast. Beginn der Sendung ist um 23 Uhr.

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"Wir sind natürlich sehr enttäuscht über dieses wahnsinnige Gegentor in der letzten Minute", sagte Lilien-Trainer Torsten Frings. "Mit dieser geilen Leistung hätten wir heute den Sieg verdient gehabt." (Mehr Stimmen zum Spiel gibt es hier)

Boyd trifft doppelt

Grischa Prömel (39. Minute) und Sebastian Polter mit einem umstrittenen Handelfmeter (58.) hatten Union zwei Mal in Führung gebracht. Doch Terrence Boyd mit einem Doppelpack (51./61.) und Tobias Kempe (66./Foulelfmeter) schlugen zurück und ließen die kampfstarken Lilien auf das Ende der Negativserie hoffen.

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Jan Rosenthals Billard-Eigentor

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Doch dann kam die 94 Minute: Nach einer Ecke köpfte Darmstadts Abwehrspieler Fabian Holland den Ball seinem verdutzten Teamkollegen Rosenthal an den Kopf, von wo das Leder ins Netz trudelte. "Die letzte Aktion passt einfach ins Bild", kommentierte Routinier Hamit Altintop die Szene.

SV98 zeigt Leistungssteigerung

Nach dem schwachen Auftritt vor einer Woche beim 1:2 gegen Sandhausen präsentierten sich die Hessen in Berlin von ihrer besseren Seite. Frings war daher mit der Leistung beim Tabellendritten trotz des verpassten Befreiungsschlags zufrieden.

"Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als gegen Sandhausen. Ich bin stolz auf den Charakter und die Moral meiner Mannschaft", lobte der Lilien-Trainer. Mit 18 Punkten bleibt der Bundesliga-Absteiger im unteren Tabellenmittelfeld hängen.

Besonders bitter: Für die Frings-Elf war es bereits die zweite schmerzhafte Last-Minute-Erfahrung binnen kurzer Zeit. Auch in Braunschweig hatte sie Anfang November einen späten Ausgleichstreffer hinnehmen müssen.

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UNION BERLIN - DARMSTADT 98 3:3 (1:0)

Berlin: Busk - Trimmel, Leistner, Torrejon, Pedersen - Prömel (83. Kroos), Daube (73. Kreilach), Gogia (67. Skrzybski) Hartel, Hedlund - Polter

Darmstadt: Stritzel - Steinhöfer, Banggaard, Sulu, Holland - Altintop, Kamavuaka - Sirigu (59. Kempe), Rosenthal, Mehlem (88. Stark) - Boyd (83. Bezjak)

Tore: 1:0 Prömel (39.), 1:1 Boyd (51.), 2:1 Polter (58./HE), 2:2 Boyd (61.), 2:3 Kempe (66./FE), 3:3 Rosenthal (90. +4 /Eigentor)
Gelbe Karten: Prömel, Daube – Banggaard, Altintop, Sirigu, Boyd

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau-Queichheim)
Zuschauer: 21.108

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am samstag, 25.11.2017, 17.15 Uhr