Sandro Sirigu kommt beim Abschluss von Sonny Kittel zu spät - der Darmstädter Verteidiger fordert wieder mehr Zugriff in der Defensive.
Sandro Sirigu kommt beim Abschluss von Sonny Kittel zu spät - der Darmstädter Verteidiger fordert wieder mehr Zugriff in der Defensive. Bild © Imago

Drei Spiele in Folge ist der SV Darmstadt in der 2. Bundesliga nun schon sieglos. Nach der verdienten Pleite in Ingolstadt findet Sandro Sirigu deutliche Worte für den Auftritt der Lilien. Der Verteidiger fordert wieder mehr Schutz für das eigene Tor.

Strafstoß oder kein Strafstoß? Das war am Freitagabend die große Frage. Ein diskussionswürdiger Pfiff hatte die Lilien beim 0:3 (0:1) in Ingolstadt auf die Verliererstraße gebracht. Fakt ist aber auch: Darmstadt brachte seine PS im Duell der Absteiger zu keiner Zeit auf den Rasen und hätte wohl auch ohne den verwandelten Foulelfmeter durch Stefan Kutschke (30.) verloren.

So warnte denn auch Außenverteidiger Sandro Sirigu in der Nachbetrachtung davor, die Pleite an der vermeintlichen Schlüsselszene festzumachen. "Es war nicht der Elfmeter", sagte der Außenverteidiger am Samstag. "Es waren die kompletten 90 Minuten einfach – Entschuldigung für die Ausdrucksweise – scheiße von uns."

15 Gegentore nach 9 Spielen

Bereits zum dritten Mal in Folge gingen die Südhessen nicht als Sieger vom Platz. Das gab es seit dem Abstieg in die 2. Liga im Sommer noch nicht. Oft laufen die Lilien einem Rückstand hinterher und müssen dementsprechend viel Kraft investieren. Das einstige Prunkstück – die Defensive – ist so etwas wie die Achillesferse im Darmstädter Spiel geworden. 15 Gegentore hat sonst keine der Spitzenmannschaften gefangen.

"Es gibt Sachen zu verbessern, es ist aber auch nicht alles schlecht. Wir haben weiterhin 15 Punkte", sagte Trainer Torsten Frings nach der Partie in Ingolstadt. Nach dem Geschmack von Sirigu gibt es dennoch einiges in der Länderspielpause aufzuarbeiten: "Wir werden im Training jetzt viel Torverteidigung üben, viele Eins-gegen-Eins-Situationen." Sein Appell an die Mitspieler: "Wir müssen einen Schritt mehr machen, und jeder muss jeden komplett unterstützen. Und jeder muss sein eigenes Tor verteidigen wie seine Kronjuwelen."