Peter Fischer von Eintracht Frankfurt
Peter Fischer droht juristischer Ärger. Bild © Imago

Die AfD Hessen hat ihre Drohung wahrgemacht: Die beiden Landessprecher haben Peter Fischer wegen Beleidigung angezeigt. Der Eintracht-Präsident hatte die Partei zuvor im Gespräch mit dem hr-sport scharf kritisiert.

Audiobeitrag
Eintracht- Präsident Peter Fischer

Sie können das Audio zur privaten Nutzung hier herunterladen oder im Systemplayer öffnen.

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Danke, Peter Fischer" - ein Kommentar von hr-Redakteur Dieter Sdun

Ende des Audiobeitrags

Die beiden Landessprecher der AfD Hessen haben Strafanzeige gegen Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. "Wir hätten gern auf diesen Schritt verzichtet. Aber die völlig inakzeptablen Bezeichnungen wie 'braune Brut' und 'Nazis' von Herrn Fischer, die sich gegen alle AfD-Wähler und damit auch gegen uns richten, können und dürfen so nicht beibehalten werden", sagte Sprecher Klaus Herrmann in einer Mitteilung des AfD-Landesvorstands vom Mittwoch.

Er und sein Sprecherkollege Robert Lambrou haben die Anzeige demnach in Vertretung des Landesvorstands der Partei gestellt. Das Polizeipräsidium in Frankfurt am Main bestätigte dies.

Öffentlicher Schlagabtausch

Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Zunächst hatte Fischer in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen." Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem hr-sport nach: "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben." Die AfD Hessen hatte danach angekündigt, juristische Schritte gegen Fischer zu prüfen.

Die Frankfurter Eintracht hatte vor Bekanntwerden der Anzeige gegenüber dem hr-sport betont, sich nicht weiter zu dem Thema äußern zu wollen. Ein Reaktion des Vereins oder von Fischer selbst gibt es bislang nicht.

AfD will Eintracht-Präsidenten mitwählen

Sprecher Lambrou forderte zudem alle AfD-Anhänger dazu auf, Mitglied bei Eintracht Frankfurt zu werden. "Dann dürfen Sie übrigens auch den Präsidenten mitwählen", schrieb er. "Die nächste Wahl findet am 28. Januar statt." Einen Haken hat die Sache allerdings: Laut Satzung sind Vereinsmitglieder erst nach einem halben Jahr stimmberechtigt.