Jubelnde Eintracht-Spieler
Auch gegen Bremen will die Eintracht wieder allen Grund zum Jubeln haben. Bild © Rhode/Storch

Das Freitagsspiel der Frankfurter Eintracht gegen Werder Bremen könnte eine Partie für die Ewigkeit werden. Bremen droht eine Sieglos-Serie für die Vereinshistorie. Ein Eigentor würde für immer in der Bundesliga-Chronik stehen. Der Faktencheck.

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Die Vorzeichen stehen gut. Eintracht Frankfurt geht mit der Empfehlung von vier Spielen ohne Niederlage in die Partie gegen Werder Bremen am Freitag (20.30 Uhr). Den Bremern bleibt auf der anderen Seite nur die Hoffnung auf den neuen Trainer. Das Angeberwissen zum Spiel.

Land unter an der Weser

Einen Negativrekord hat der inzwischen geschasste Ex-Trainer Alexander Nouri in Bremen geknackt: Mit zehn Partien ohne Sieg sind die Hanseaten zuvor noch nie in eine Saison gestartet. Interims-Coach Florian Kohfeldt droht nun bei seinem Debüt an der Seitenlinie der nächste Eintrag in die Vereinsgeschichtsbücher. Bleiben die Bremer auch in Frankfurt sieglos, haben sie saisonübergreifend 14 Spiele in Folge nicht mehr gewonnen. Das gab es zuvor noch nie an der Weser.

Kohfeldts ganz eigene Serie

Nicht unbedingt beruhigend für die Werder-Fans ist, dass auch dem neuen Trainer das Sieger-Gen zuletzt abhanden gekommen war. Mit Werder Bremen II gelang Kohfeldt in den vergangenen zehn Pflichtspielen kein einziger Erfolg. Drei Punkte fuhr der Drittligist zuletzt am 5. August bei Preußen Münster ein (1:0).

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Werder ohne Torgefahr

In Angst und Schrecken versetzen die Norddeutschen derzeit also weder in der 3. Liga noch in der Bundesliga jemanden. Mit lediglich drei Treffern stellt der SVW die schlechteste Offensive im Fußball-Oberhaus. Das hört sich nicht nur mau an, das ist tatsächlich die schlechteste Torausbeute, die je ein Bundesligist nach zehn Spieltagen vorweisen konnte. Die vergangenen 82 (!) Torschüsse der Bremer verfehlten allesamt ihr Ziel.

Auf Magaths Spuren

Ganz anders sieht es derzeit in Frankfurt aus. Trotz der äußerst mageren Punkteausbeute in der Rückrunde der vergangenen Saison hat sich Trainer Niko Kovac zu einem richtigen Punkte-Lieferanten gemausert. 1,30 Punkte holte die Eintracht im Schnitt pro Spiel unter Kovac. Man muss schon ein wenig suchen, um einen noch erfolgreicheren Frankfurter Trainer zu finden. Felix Magath (1999-2001) brachte es auf einen Punkteschnitt von 1,39. Seine acht (!) Nachfolger waren allesamt schlechter.

Ein Eigentor für die Ewigkeit

999 Eigentore hat die Bundesliga seit Bestehen schon gesehen. Schaut man sich die Statistik an, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass just in diesem Spiel die historische Marke von 1.000 geknackt wird. Warum? Raten Sie doch mal, welche beiden Vereine am häufigsten ins eigene Netz trafen. Richtig: Werder Bremen hat mit 57 Eigentoren knapp die Nase vor der Eintracht (54).