Niko Kovac gestikuliert an der Seitenlinie.
Eintracht-Trainer Niko Kovac will seine Mannschaft gegen den Zweitligisten perfekt einstellen. Bild © picture-alliance/dpa

Die Frankfurter Eintracht muss im Achtelfinale des DFB-Pokals in Heidenheim ran. Auf der Ostalb erwartet das Team von Trainer Niko Kovac eine Mannschaft mit Pokalschreckpotenzial.

Im Dezember schon den Urlaub für das nächste Jahr planen? Vielleicht nach Berlin? An einem Wochenende im Mai? Die Fans der Frankfurter Eintracht hätten sicher nichts dagegen. Mit einem Sieg ihrer Mannschaft im Achtelfinale beim 1. FC Heidenheim am Mittwoch (20.45 Uhr) könnten zumindest die ersten vorsichtigen Planungen beginnen.

Premierenparty?

Weihnachtsfeier im Büro, Weihnachtsfeier im Sportverein – zu feiern gibt es dieser Tage ja ständig etwas. Den Einzug ins Viertelfinale würde die Frankfurter Eintracht gern noch hinzufügen. Ein Sieg in Heidenheim wäre zudem im doppelten Sinne eine Premiere – noch nie trafen die beiden Clubs in einem Pflichtspiel aufeinander und deshalb gelang den Hessen auch noch nie ein Pflichtspiel-Erfolg gegen das Team von der Ostalb.

Underdog…

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Eintracht-Spiel im Social-Radio

Das Pokalspiel der Eintracht in Heidenheim gibt es live und in voller Länge auf hr-iNFO zu hören. Philipp Hofmeister und Sven Litzenberg kommentieren die Partie ab 20.45 Uhr aus der Voith-Arena. Im Social-Radio-Stream auf hessenschau.de können Sie zudem mitdiskutieren.

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Apropos Ostalb – die Region in den Niederungen der schwäbischen Provinz galt bisher nicht gerade als Heimat eines Pokalschrecks. Nur einmal gelang es dem FCH, einen Bundesligisten auszuschalten. In der Saison 2011/2012 schied Werder Bremen in der ersten Pokalrunde nach einer Niederlage gegen Heidenheim aus. In den anderen sechs Duellen mit Bundesligisten zogen die Schwaben den Kürzeren.

…oder Wundertüte Heidenheim?

Unterschätzen sollte die Eintracht den FCH dennoch nicht. Denn mit Borussia Dortmund sind die Heidenheimer das torgefährlichste Team der bisherigen Pokalsaison. Neun Treffer hat die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bereits erzielt. Und während es der BVB mit einem Sechst- und einem Drittligisten zu tun hatte, schaltete Heidenheim mit Unterhaching (4:0) einen Drittligisten und Zweitliga-Konkurrent Regensburg (5:2) aus.

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Heidenheim
Bild © hessenschau.de

Humorlose Eintracht

Wer sich aber von der Bilanz der Heidenheimer beeindruckt zeigt, der sollte einen Blick auf die Statistik der Eintracht werfen. Denn während die Siege in der Bundesliga meist denkbar knapp waren, feierte das Team von Trainer Niko Kovac im Pokal deutliche Erfolge. Zudem spielt die Mannschaft in Heidenheim - Auswärtsfahrten haben sich in den vergangenen Monaten zur Passion der Eintracht entwickelt. Nirgendwo gewinnt es sich schließlich so schön wie in des Gegners Zuhause. Und so ist die Eintracht nach den Bayern das auswärtsstärkste Team der Hinrunde. Warum soll, was für die Bundesliga gilt, nicht auch für den Pokal gelten?

Wiedersehen macht Freude?

Besonders wird das Aufeinandertreffen zwischen den Schwaben und der Frankfurter Eintracht für Marcel Titsch-Rivero – geboren in Frankfurt und einst sieben Jahre Adlerträger. Bei der Eintracht konnte er sich nicht durchsetzen und wechselte schließlich 2012 nach Heidenheim. Bleibenden Eindruck hat er aber auch in den zwei Bundesligaspielen für die Eintracht hinterlassen. In der Saison 2010/2011 wurde er beim Spiel der Frankfurter eingewechselt und sah nur 43 Sekunden später wegen einer Notbremse die Rote Karte. Es war die schnellste der Bundesliga-Historie.

Sendung: hr-iNFO, 20.12.2017, 20.45 Uhr