David Abraham foult Kostic vom HSV
Wenn die Eintracht auf den HSV trifft, geht es oft zur Sache. Bild © Imago

Die Partie von Eintracht Frankfurt beim HSV erfüllt alle Voraussetzungen für einen echten Thriller. Deutlich mehr Fingernägel knabbern müssen aber die Hamburger. Der Faktencheck.

Videobeitrag

Video

zum Video hr-Reporter: Es wird kein schönes Spiel

Ende des Videobeitrags

Mitte Dezember geht es für Eintracht Frankfurt in den hohen Norden nach Hamburg. Temperaturtechnisch gibt es sicher schönere Reiseziele, für ein vorweihnachtliches Geschenk kommt der HSV aber vielleicht gerade recht. Vor allem Keeper Lukas Hradecky freut sich auf das Duell am Dienstagabend (20.30 Uhr). Warum? Das verrät das Angeberwissen.

Heimstärke trifft Auswärtsstärke

Wer hätte das gedacht? Der Hamburger SV des Jahres 2017 hat tatsächlich eine echte Stärke: die Heimstärke. Elf ihrer 15 Punkte holte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol im heimischen Volkspark. Das sind mehr als zwei Drittel – und ist damit genauso beeindruckend wie die Frankfurter Auswärtsquote. Die Eintracht sammelte nämlich 15 von 22 Punkten in der Fremde. Heimmacht trifft Auswärtsmacht. Einer der positiven Trends wird am Dienstag eine Delle erhalten.

Achtung, Eintracht: Der HSV ist gut drauf

Kommen wir zur nächsten Überraschung, was den HSV betrifft. Denn der Tabellen-15. hat derzeit für Hamburger Verhältnisse einen echten Lauf. Die letzten drei Spiele wurden allesamt nicht verloren, nicht mal einen Gegentreffer gab es zu beklagen. Ein absolutes Novum unter Coach Gisdol. Bei genauerem Hinsehen entdeckt der kritische Beobachter allerdings einen Haken: Die vergangenen beiden HSV-Spiele endeten jeweils 0:0, die Abstiegsplätze sind immer noch bedrohlich nahe.

Weitere Informationen

heimspiel! im hr-fernsehen

heimspiel! am samstag, 17.15 Uhr: Der aktuelle Sport vom Samstag
heimspiel! bundesliga, Sonntag, 21.45 Uhr: Das Bundesliga-Wochenende im Überblick
heimspiel!, Montag, 23 Uhr: Der Sport-Talk

Ende der weiteren Informationen

Tore sind ein wertvolles Gut

Apropos knappe Endergebnisse: Eintracht Frankfurt kann in dieser Saison nicht langweilig. Sowohl die fünf Saisonsiege als auch die sechs Niederlagen endeten alle mit nur einem Tor Differenz. Sobald das Team von Trainer Niko Kovac den Platz betritt, können sich die Zuschauer auf eine spannende Partie einstellen. Umso wichtiger wird zudem in Hamburg sein, wer das erste Tor erzielt. Denn: Wenn der HSV in dieser Spielzeit einmal zurücklag, hat er immer verloren. Wenn er führte, immer gewonnen. Gut für die Eintracht: Lukas Hradecky hat bislang viermal gegen den HSV gespielt – und nie ein Gegentor kassiert.

Angstgegner Eintracht Frankfurt

Der finnische Torhüter ist bei weitem aber nicht der einzige Frankfurter mit guten Erinnerungen an den Hamburger SV. Die Hanseaten sind so etwas wie der Lieblingsgegner der Hessen. Seit dem Wiederaufstieg 2012 hat die Eintracht kein Spiel mehr gegen den HSV verloren, das letzte Gegentor liegt mehr als 400 Minuten zurück. Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten gibt es eine ähnlich gute Statistik.

Aufpassen bei Kontern und Standards

Komplett sorglos sollten die Frankfurter Spieler das Duell mit dem notorisch abstiegsgefährdeten Bundesliga-Dino jedoch nicht angehen. Besondere Vorsicht ist vor allem bei ruhenden Bällen und Kontern geboten. Trainer Gisdol baut traditionell auf eine kompakte Defensive, ein schnelles Umschaltspiel und das Gewinnen von zweiten Bällen. Die beste Waffe der Hamburger sind Standardsituationen: Sechs von 13 Toren fielen nach Eck-, Frei- oder Strafstößen. Schon wieder eine Hamburger Stärke.