Tawatha und Pekarik im Kopfballduell
Taleb Tawatha (li.) und die Eintracht treten am Sonntag bei Hertha BSC an. Bild © Imago

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Genau das könnten die Fans von Eintracht Frankfurt nach dem Spiel in Berlin mit ein bisschen Glück und einem Augenzwinkern singen. Warum? Die Antwort gibt's im Faktencheck.

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Eintracht Frankfurt startet am Sonntag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC den Countdown zur Winterpause. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac will nach der 0:1-Heimpleite gegen Leverkusen wieder Zählbares sammeln und den Abstand zum Tabellenkeller weiter vergrößern. Alle wichtigen Zahlen und Hintergründe, die Sie im Vorfeld der Partie wissen müssen, haben wir in diesem Angeberwissen zusammengestellt.

Auswärtsfahren ist schön …

Die Eintracht ist Bayern-Jäger Nummer 1! Zwar "nur" in der Auswärtstabelle, aber immerhin. In sieben Spielen auf fremden Plätzen haben die Hessen bislang drei Siege und drei Unentschieden eingefahren, die einzige Niederlage setzte es am sechsten Spieltag beim 1:2 in Leipzig. Geht es punktemäßig so weiter, könnte Frankfurt bis zum Ende der Saison hochgerechnet 29 Auswärtszähler einfahren. Das wäre – vor allem seit der Einführung der Drei-Punkte-Regelung – ein neuer Vereinsrekord. Bestes Auswärtsteam der Bundesliga war die Eintracht übrigens schon einmal: in der Saison 1993/94. Und: Da München an diesem Wochenende zuhause gespielt hat (gegen Hannover), können die Frankfurter mit einem Sieg vorübergehend Rang eins der Auswärtstabelle übernehmen.

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Leverkusen
Bild © hessenschau.de

… aber bitte nicht nach Berlin

Den Auswärtsmeister-Titel hätte die Elf von Trainer Niko Kovac vermutlich schon so gut wie sicher, müsste sie nicht im Berliner Olympiastadion antreten. Dort gab es für die Adler-Träger nämlich schon länger nichts Brauchbares mehr zu holen. Der letzte Sieg im November 2009 (3:1) ist mehr als acht Jahre her, zudem ist die generelle Ausbeute (sechs Siege in 29 Spielen) höchst ausbaufähig. Kein eigener Torerfolg und nur ein einziger Punkt aus den vergangenen drei Auftritten in der Hauptstadt runden den Gesamteindruck ab. Noch ein Spiel ohne eigenen Treffer – also das vierte in Serie – wäre für die Hessen ein Novum.

Hertha ungewohnt treffsicher

Und dann auch noch das: Die Berliner haben in jedem der vergangenen sechs Pflichtspiele mindestens zwei Treffer erzielt. Das hat es zuletzt vor mehr als 17 Jahren (!) gegeben, damals unter Trainer Jürgen Röber und mit Spielern wie Michael Preetz oder Alex Alves. Im Jahr 2000 konnte die Hertha sogar in neun Partien in Serie mindestens zwei Tore schießen.

In Haller Munde

Apropos Tore: Dass Frankfurts Goalgetter Sébastien Haller seit mittlerweile zwei Spielen nicht mehr getroffen hat, könnte auch ein Anzeichen dafür sein, dass sich die Gegner ein wenig auf die Qualitäten des Franzosen eingestellt haben. Der 23-Jährige hat die meisten Zweikämpfe aller Bundesliga-Profis bestritten (433) und war an der Hälfte der 14 Saisontore der Eintracht beteiligt (fünf Treffer, zwei Assists). On top zu Hallers Mini-Torflaute kommt aber auch noch eine Abschlussflaute: Gegen Hoffenheim und Leverkusen gab es von ihm nicht einen Torschuss.

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