Fredi Bobic
Fredi Bobic Bild © Imago

Die Diskussionen um die Bundesliga-Schiedsrichter reißen nicht ab. Nach dem Kommunikations-Debakel um den Einsatz des Videobeweises appelliert Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic: "Nicht nur quatschen, sondern entscheiden."

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zum Video Grindel: "Schiedsrichter auf dem Rasen hat das Sagen"

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Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat die Führungsspitze der deutschen Schiedsrichter für ihren Umgang mit dem Thema Videobeweis kritisiert. Seine Forderung sei: "Nicht nur quatschen, sondern entscheiden", sagte der frühere Nationalspieler am Freitagabend nach dem 2:1 (1:1)-Sieg seines Vereins in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen.

"Wir wollen den Videobeweis. Wir finden ihn super. Es wird mir aber noch zu viel diskutiert. Es ist ein ständiges Hin und Her", meinte Bobic. "Deshalb ist es wichtig, dass es eine klare Ansage der Schiedsrichter-Chefs gibt."

Rolle rückwärts beim DFB

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte bereits nach dem 5. Bundesliga-Spieltag im September heimlich die Richtlinien für den Einsatz des Videobeweises geändert, die Vereine darüber aber erst fünf Wochen später informiert. Das entsprechende Schreiben vom 25. Oktober liegt dem hr-sport vor. Es besagt, dass der Videoassistent entgegen der vor der Saison festgelegten Richtlinie künftig auch bei starken Zweifeln eingreifen solle und nicht nur, wenn eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorliegt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel erklärte daraufhin einen Tag später: "Das Schreiben an die Bundesliga-Clubs ist unglücklich formuliert. Ich gehe davon aus, dass sich im Wesentlichen an den Abläufen, was den Einsatz des Videoassistenten angeht, nichts ändert." Es gebe "keine Kurs-Korrektur", so Grindel weiter. "Der Schiedsrichter auf dem grünen Rasen hat das Sagen, der Videoassistent in Köln ist kein Oberschiedsrichter."