Kovac und Bruchhagen liegen sich in den Armen, feiern den Klassenerhalt im Mai 2016.
Gemeinsames Erfolgserlebnis: Heribert Bruchhagen (re.) und Eintracht-Trainer Niko Kovac feiern den Klassenerhalt in der Relegation im Mai 2016. Bild © Imago

Früher Eintracht Frankfurt, heute Hamburger SV: Für Heribert Bruchhagen ist das Bundesliga-Duell am Dienstagabend nicht alltäglich. Der Funktionär freut sich auf das Wiedersehen – und prophezeit Niko Kovac eine steile Karriere.

Videobeitrag

Video

zum Video Bruchhagen: "Seine Mission ist noch nicht beendet"

Ende des Videobeitrags

Heribert Bruchhagen, zwischen Dezember 2003 und Mai 2016 Vorstandsvorsitzender von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und seit Ende 2016 in gleicher Funktion beim Hamburger SV tätig, blickt dem Duell der beiden Teams am Dienstagabend (20.30 Uhr) mit viel Spannung entgegen. Im hr-heimspiel! äußert er sich vorab über die Arbeit von Eintracht-Trainer Niko Kovac, seine Sympathien für den ehemaligen Arbeitgeber und ein Treffen mit Frankfurts verletztem Angreifer Alex Meier im vergangenen Juli.

Das sagt Heribert Bruchhagen über …

…  das anstehende Duell zwischen dem HSV und der Eintracht:

Tabellarisch ist die Situation für uns angespannt, wir stehen etwas unter Druck und müssen in diesem Spiel zu Punkten kommen. Ansonsten ist es nicht ein Spiel wie jedes andere. Ich werde sicherlich viele ehemalige Leidensgenossen und Freudgenossen treffen, von daher freue ich mich auch auf die privaten Begegnungen.

… die Frage, wie sentimental man in solch ein Spiel gehen darf:

Man ist nur auf der Seite des Teams, für das man Verantwortung hat. Alles andere ist Schauspielerei. Trotz der langen Vergangenheit denkt man nicht eine Sekunde darüber nach, wem man die Punkte wünscht. Man gratuliert zwar hinterher, weil es üblich ist. Aber man hat nur ein einziges Ziel, nämlich die Punkte zu Hause zu behalten.

Weitere Informationen

heimspiel! im hr-fernsehen

heimspiel! am samstag, 17.15 Uhr: Der aktuelle Sport vom Samstag
heimspiel! bundesliga, Sonntag, 21.45 Uhr: Das Bundesliga-Wochenende im Überblick
heimspiel!, Montag, 23 Uhr: Der Sport-Talk

Ende der weiteren Informationen

… die viel gelobte Arbeit von Eintracht-Trainer Niko Kovac:

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie Bruno Hübner (Eintracht-Sportdirektor; d. Red) und ich das erste Gespräch mit Kovac geführt haben. Und nach diesem Gespräch waren wir uns sicher, dass er gut zu unserem Verein passen würde. Für Niko Kovac war Eintracht Frankfurt in diesem Moment der richtige Verein. Wenn er mich persönlich fragen würde, dann würde ich aus dem Gefühl heraus sagen, dass er sicherlich mal große Vereine trainieren wird, aber dass seine Mission in Frankfurt aus meiner Sicht noch nicht beendet ist.

… die Art und Weise, wie er die Entwicklung der Eintracht verfolgt:

Videobeitrag

Video

zum Video Bruchhagen: "Dann bin ich eben Gast"

Ende des Videobeitrags

Ich habe noch intensiven Kontakt zu Bruno Hübner und telefoniere auch mit den Kovac-Brüdern. Aber auch nach eineinhalb Jahren äußere ich mich nicht zur Politik von Eintracht Frankfurt, das gehört sich einfach nicht. Trotzdem ist man immer noch eng dabei und gut informiert – und freut sich auch mit der Eintracht, wenn sie erfolgreich ist. Denn ein bisschen hat das ja auch eine Rückkoppelung. Stellen Sie sich mal vor, wir wären in Nürnberg abgestiegen: Dann wäre mir sicherlich viel Kritik und Schuld zuteil geworden. Ich habe die Eintracht begleitet und durch die Konsolidierung, die die Basis für die heutige Entwicklung ist, eine Rolle gespielt. Von daher ist es selbstverständlich, dass man sehr stark mit dem Verein sympathisiert.

… sein Treffen mit Eintracht-Stürmer Alex Meier im Juli:

Über seinen Berater Jürgen Milewski haben wir zusammen zu Abend gegessen. Da hat er natürlich von seinen Verletzungen erzählt, aber es gab keine Gespräche bezogen auf Eintracht Frankfurt. Er hat seine prekäre Situation, in der er sich gesundheitlich befindet, geschildert. Darunter leidet er natürlich extrem.