Eintracht-Präsident Peter Fischer und Torjäger Alex Meier
Der Präsident und der Torjäger: Peter Fischer hofft auf eine Rückkehr von Alex Meier. Bild © Imago

Kurz vor Heiligabend wird der Wunschzettel von Eintracht-Präsident Peter Fischer immer länger. Das größte Geschenk könnte ihm Frankfurts verletzter Torjäger Alex Meier machen.

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In der Adventszeit wird traditionell viel geschlemmt. Wenn die Arbeit weniger und die Besinnlichkeit größer wird, trifft man sich gerne mit Freunden und Familie zum Gänseessen oder zum Raclette. Hin und wieder gibt es auch Gulasch mit Klößen und Rotkohl. Ein genau solches vorweihnachtliches Date vereinbarte Eintracht-Präsident Peter Fischer am vergangenen Samstag. Sein Dinner-Partner: Alex Meier. "Wir haben uns verabredet und wollen noch vor Weihnachten zusammen essen gehen", verriet Fischer im hr-heimspiel!.

Noch ein paar Minuten Meier

Was auf dem Speiseplan der beiden lebenden Frankfurter Legenden stehen wird, ist noch nicht bekannt. Das Gesprächsthema ist aber schon jetzt klar: Die Gesundheit des Torjägers. Seit Sommer wurde der 34-Jährige insgesamt dreimal an der Ferse operiert, derzeit arbeitet er in der Reha daran, wieder normal ohne Spezialschuh laufen zu können. Eine Rückkehr von Meier auf den Platz ist noch nicht absehbar. "Alex ist zäh und leistungsstark. Ich hoffe, dass er zurückkommt", formulierte Fischer seinen größten Wunsch.

Der Vertrag von Meier läuft noch bis zum kommenden Sommer, viele Möglichkeiten auf ein Comeback im Eintracht-Trikot wird es also nicht mehr geben. Gedanken an ein Karriereende verschwenden derzeit aber weder Präsident noch Stürmer. Es gibt zwar schon Pläne, dass der Kapitän auch nach seiner aktiven Laufbahn an Bord bleibt und eine Aufgabe im Funktionsteam übernimmt. "Als Trainer, in der Jugend, im Marketing, da ist alles möglich", unterstrich Fischer. "Noch sehen wir ihn alle aber nur als Spieler. Ein Alex Meier tut der Eintracht immer gut." Für wie viele Minuten auch immer.

Fischer wünscht sich ewigen Kovac

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Einer, der der Eintracht auch guttut, ist Trainer Niko Kovac. Der Kroate hat seine Mannschaft von einem Abstiegsplatz im März 2016 ins sichere Mittelfeld der Tabelle geführt. Seine Handschrift ist deutlich erkennbar, sein Erfolg hat ihn mittlerweile auch für die großen Vereine der Branche interessant gemacht. Der BVB, der FC Bayern, Bayer Leverkusen. Alle wurden schon mit Kovac, dessen Vertrag im Juni 2019 ausläuft, in Verbindung gebracht. Auf Dauer scheint die Eintracht eine Nummer zu klein zu sein. Oder, Herr Fischer? "Ich bin mir sicher, dass er seinen Vertrag erfüllt und habe große Hoffnung, dass er im Sommer noch einmal verlängert." Der zweite große Punkt auf dem Präsidenten-Wunschzettel.

Ein schlagendes Argument für einen Verbleib von Kovac wäre neben dem von Fischer mit angetriebenen Neubau der Geschäftsstelle und dem Ausbau des Stadions eine bessere sportliche Perspektive. Sprich: mehr Geld für bessere Spieler. "Wir haben Ideen, über Kapitalmaßnahmen zusätzliches Geld in den Verein zu pumpen", so Fischer. Einen Investor, der Einfluss auf das Tagesgeschäft nimmt, wird es zwar definitiv nicht geben. Grundsätzlich müsse sich aber auch ein Traditionsverein wie Eintracht Frankfurt für Geldgeber öffnen. "Jeder, der sich Kapital verschließt, findet sich irgendwann in der 2. Bundesliga wieder." Und da wollen bekanntlich weder Fischer noch die Fans hin.

In die Nähe von Europa

Aber wohin geht denn der Weg der Eintracht auf Dauer? Trainer Kovac predigt Demut, die Fans denken vorsichtig an Europa. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. "Ich bin immer glücklich, wenn in der Sportschau die erste Hälfte der Tabelle eingeblendet wird und ich die Eintracht dort sehe", so Fischer. "Es muss nicht unbedingt der neunte Platz sein, ein Stückchen weiter oben wäre auch schön."

Das Wunschszenario von Fischer sieht demnach so aus: Meier schießt die Eintracht am 34. Spieltag bei seinem Comeback in den Europacup, Trainer Kovac verkündet im Anschluss seine Vertragsverlängerung, Geldsorgen gibt es keine mehr. "Jeder darf träumen", so Fischer. Gerade in der Weihnachtszeit.