Niko Kovac
Niko Kovac kann mit dem Remis gut leben, hätte aber gerne drei Punkt gehabt. Bild © Imago

Nur haarscharf ist die Eintracht an einem Sieg über Hoffenheim vorbeigeschrammt. Die Hessen ärgerten sich später über den Last-Minute-Ausgleich, können aber mit dem 1:1 leben - die Stimmen zum Spiel.

Die Eintracht ist zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Allerdings fehlte den Hessen nur ein Wimpernschlag zum Dreier in Sinsheim. Beim 1:1 am Samstag kassierte die Kovac-Elf erst in der Nachspielzeit den Ausgleich durch den Hoffenheimer Mark Uth (90.+1), Kevin-Prince Boateng (13.) hatte die Frankfurter früh in Führung gebracht.

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Niko Kovac (Trainer): Wenn man das ganze Spiel betrachtet, hatten die Hoffenheimer zwar ein optisches Übergewicht, aber daraus haben sie nicht viel machen können. Wir haben nichts zugelassen, die einzige Chance resultierte aus unserem Fehler. Wir hatten einige gute Chancen und hätten, glaube ich, als Sieger vom Platz gehen können. Man muss aber auch berücksichtigen, dass wir in den letzten Wochen auch einige Spiele knapp gewonnen haben. Wir müssen bescheiden bleiben, so ist der Sport.

Kevin-Prince Boateng bejubelt sein Treffer in Hoffenheim
Kevin-Prince Boateng bejubelt sein Treffer Bild © Imago

Torschütze Kevin-Prince Boateng: Die zweite Halbzeit war schwer. Hoffenheim hat alles reingehauen und eine brutale Qualität. Ich denke, es war kein Foul. Dass Hoffenheim noch zwei Meter den Ball vorlegt, darüber darf man sich nicht beschweren. Luka Jovic ist vielleicht noch ein bisschen jung. Man hätte sich vor den Ball stellen können.

Sportdirektor Bruno Hübner: Insgesamt ist es ärgerlich, weil das 1:1 so spät fällt. Hoffenheim hat unglaublichen Druck gemacht. Bei der Szene vor dem Ausgleich müssen wir im Ballbesitz bleiben. Wir monieren, dass Hoffenheim den Ball bei dem Freistoß einige Meter nach vorne gelegt hat. Nichtsdestotrotz geht das Unentschieden, aufgrund der zweiten Halbzeit, in Ordnung.

Marc Stendera
Marc Stendera am Ball Bild © Imago

Marc Stendera: Hoffenheim hatte viel Ballbesitz, aber keine klaren Torchancen. Wir hatten ein paar gute Kontermöglichkeiten und hätten das 2:0 machen müssen. Jeder sieht, dass das kein Foul ist. Wir müssen einfach ein bisschen cleverer sein, dann gehen wir hier als Sieger vom Platz.

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): Gegen einen Gegner, der mit neun Mann am Strafraum verteidigt, ist es immer schwer, sich Chancen herauszuspielen. Frankfurt hat mit Mann und Maus verteidigt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit 80 Prozent Ballbesitz. Uns wurde immer wieder vorgeworfen, dass wir so viele Punkte verloren haben in den letzten Minuten. Heute haben wir einen gewonnen.