Kovac und Boateng beim Training
Kevin-Prince Boateng (re.) und Eintracht-Trainer Niko Kovac Bild © Rhode/Storch

Berlin, Berlin, es geht mal wieder nach Berlin: Für Kevin-Prince Boateng ist die Partie der Frankfurter Eintracht bei Hertha BSC am Sonntag eine besondere Angelegenheit. Alles andere als besonders ist hingegen das, was Boateng in der Hauptstadt vorhat.

Videobeitrag

Video

zum Video Boateng: "Wir müssen mal wieder zu Null spielen"

Ende des Videobeitrags

Manchmal scheint es ganz einfach zu sein. "Hinfahren, drei Punkte holen, nach Hause kommen", beschreibt Kevin-Prince Boateng seine Vorstellung vom Wochenendtrip der Frankfurter Eintracht nach Berlin. Das Bundesliga-Spiel bei Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr) ist für den 30-Jährigen ein besonderes. Schließlich wurde er nicht nur in der Hauptstadt geboren, bei der Alten Dame schaffte er als damals 18-Jähriger auch den Sprung vom Jugend- in den Profibereich. Der Gegner bei seinem Bundesliga-Debüt am 13. August 2005? Eintracht Frankfurt.

"Es wird auf jeden Fall ein schönes Spiel für mich, weil es schön ist, mal wieder ins Olympiastadion zurückzukommen", freut sich Boateng auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Aus der aktuellen Hertha-Mannschaft kenne er neben Salomon Kalou nur noch Pál Dárdai, mit dem er Mitte der 2000er Jahre in Berlin zusammenspielte, der den BSC mittlerweile aber als Trainer betreut. Wesentlich emotionaler dürfte also eher ein anderes Wiedersehen werden.

Auch der Coach kehrt zurück

"Meine Familie freut sich, glaube ich, ein bisschen mehr als ich, dass sie mich endlich mal wiedersehen kann", mutmaßt Boateng. "Aber es ist ja nur eine Nacht, dann spielt man und dann ist man wieder weg." Der zweite Rückkehrer im Eintracht Tross ist der Trainer. Auch Niko Kovac wurde in Berlin geboren und hat eine umfangreiche Hertha-Vergangenheit.

"Wir kommen aus dem gleichen Bezirk, fast aus der gleichen Straße", erzählt Boateng. Auch die beiden waren einst Teamkollegen beim BSC. Kovac als gestandener Profi, Boateng als hochgehandeltes Mittelfeld-Talent. "Wir sind auf dem gleichen Level gewesen, obwohl ich jünger war. Aber er hat mich geführt – und das macht er heute genauso. Wir saßen in der Kabine nebeneinander, das hat natürlich auch geholfen."

Qualitativ im Vorteil

Und wie schafft man es nun, gegen den Ex-Club zu siegen? "Wenn wir die Null halten, dann gewinnen wir das Spiel. Wir haben ein bisschen mehr Qualität in den eigenen Reihen", ist sich Boateng vor dem Duell mit dem Tabellenelften sicher. Und er verfeinert noch einmal die Wochenendpläne: "Wir müssen mehr Tore schießen als der Gegner." Manchmal scheint es eben ganz einfach zu sein.

Weitere Informationen

heimspiel! im hr-fernsehen

heimspiel! am samstag, 17.15 Uhr: Der aktuelle Sport vom Samstag
heimspiel! bundesliga, Sonntag, 21.45 Uhr: Das Bundesliga-Wochenende im Überblick
heimspiel!, Montag, 23 Uhr: Der Sport-Talk

Ende der weiteren Informationen