Imago Haller Eintracht Wolfsburg
Sébastien Haller konnte nicht fassen, was für Chancen die Eintracht ungenutzt ließ. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt hat im ersten Heimspiel der Saison eine Niederlage kassiert. Gegen den VfL Wolfsburg waren die Hessen die klar bessere Mannschaft. Das Tor machte aber dann der Gegner.

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Die Frankfurter Eintracht hat gegen den VfL Wolfsburg am Samstag ein echtes Offensivfeuerwerk abgebrannt. Die Hausherren schossen ein ums andere Mal aufs Wolfsburger Gehäuse, nur leider trafen sie nicht. Das Ergebnis: Eine 0:1-Niederlage gegen relativ harmlose Gäste, für die Daniel Didavi in der 21. Minute den Siegtreffer erzielte.

Die Führung für den VfL war glücklich. Denn Frankfurt hatte gerade durch einen Kopfball von Mijat Gacinovic (20.) und einen Pfostentreffer von Sebastien Haller (21.) die ersten klaren Chancen des Spiels versiebt, als die Gastgeber in einen Konter über Joshua Guilavogui liefen. Didavi schloss diesen Angriff sehenswert ab.

Zwei Mal Aluminium, ein Mal Videobeweis

In diesen Minuten waren alle Stärken und Schwächen der Wölfe gut zu erkennen. Vor allem offensiv hat diese Mannschaft mit Spielern wie Didavi oder Mario Gomez enorme Qualität. Ihr Phlegma ist allerdings mindestens genauso bemerkenswert. Dann nach diesem Führungstreffer überließ der VfL der Eintracht komplett das Spiel.

Fünf dicke Chancen besaßen die Hessen allein bis zum Halbzeitpfiff. Nach einem Foul an Kevin-Prince Boateng entschied Schiedsrichter Benjamin Cortus auf Elfmeter für Frankfurt nahm diese Entscheidung nach dem Einsatz des Videobeweises aber wieder zurück. Boateng hatte bei dieser Aktion im Abseits gestanden (28.). Gacinovic traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nur die Latte, Boateng (35.), Haller (41.) und Jonathan de Guzman (44.) vergaben ebenfalls aus guter Schussposition.

Zu planlos, zu fehlerhaft

In der zweiten Halbzeit waren die Frankfurter erneut klar überlegen. Einen so massiven Druck wie noch in den 20 Minuten vor der Pause bauten sie aber nicht mehr auf. Die Eintracht spielte jetzt viel zu planlos und fehlerhaft. Ihre einzige gute Chance in der zweiten Hälfte vergab erneut de Guzman in der 55. Minute.

Dass dieses Spiel trotzdem spannend blieb, lag auch an den Gäste. Sie unternahmen im Spiel nach vorn fast gar nichts mehr. Der VfL verließ sich auf die Frankfurter Unzulänglichkeiten, statt selbst die Entscheidung zu suchen. Die wenigen Konterangriffe, die er startete, verdienten diesen Namen nicht. Es reichte trotzdem zum Sieg.

Weitere Informationen

Eintracht - Wolfsburg 0:1 (0:1)

Frankfurt: Hradecky - Abraham, Hasebe, Falette - Chandler, Fernandes (65. Hrgota), Willems (78. Tawatha) - de Guzman (72. da Costa), Gacinovic - Boateng, Haller
                        
Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Knoche (78. Udokhai), Tisserand, Gerhardt - Camacho, Arnold - Guilavogui, Didavi (72. Malli), Dimata (52. Bazoer) - Gomez  

Tore: 0:1 Didavi (21.)
Gelbe Karten: Chandler, Fernandes, Hrgota - Guilavogui, Didavi, Dimata, Bazoer

Zuschauer: 46.000                     

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