Jubel Boateng Imago
Kevin-Prince Boateng flirtet nach seinem Siegtreffer gegen Mönchengladbach mit der Kamera. Simon Falette und Marius Wolf gefällt's. Bild © Imago

Unter Flutlicht klappt’s sogar zu Hause: Die Eintracht hat ihren Heimspiel-Komplex im Spiel gegen Mönchengladbach mit ein wenig Glück überwunden. Durch den Sieg springen die Frankfurter in der Bundesliga-Tabelle vorerst auf Rang zwei.

Diese Tabelle sollten sich Fans der Eintracht ausdrucken und an die Wand nageln: Dank eines 2:0 (1:0)-Erfolgs über Borussia Mönchengladbach haben die Frankfurter am Freitag den zweiten Platz in der Bundesliga ergattert. Zumindest bis Samstagabend kommt der erste Bayern-Verfolger damit aus Hessen.

Kevin-Prince Boateng erzielte in einem hart umkämpften Spiel zum Auftakt des 20. Spieltags das erste Tor für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac (43.). Die Eintracht hätte zu diesem Zeitpunkt bereits führen können, doch Marius Wolf schoss am Tag seiner Vertragsunterschrift aus wenigen Metern neben den Kasten (7.).

Joker Jovic bestraft glücklose Gladbacher

Im zweiten Durchgang hätten sich die nun stärker aufspielenden Gäste den Ausgleich verdient, scheiterten aber in Person von Patrick Herrmann (57.) und Thorgan Hazard (78./Foulelfmeter) gleich zweimal an der Latte. Die Quittung gab's in der Nachspielzeit in Form des 2:0 durch den eingewechselten Luka Jovic (90.+2).

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Für die Frankfurter war es erst der dritte Heimsieg in dieser Saison. Zuletzt hatten die Hessen Anfang November vor eigenem Anhang gegen Bremen gewonnen (2:1). Umso besser klappt es unter Flutlicht: Der Sieg gegen Gladbach bedeutete bereits das elfte Freitagspiel in Folge ohne Niederlage für die Eintracht, die in dieser Form ein ernsthafter Kandidat im Kampf um den internationalen Wettbewerb sind.

Gäste müssen früh zweimal wechseln

Gästetrainer Dieter Hecking hatte ein "offenes Spiel" erwartet und die 22 Profis auf dem Platz gaben ihm zu Beginn der Partie recht. Gladbach musste schon zweimal früh wechseln: Nach 17 Minuten ging Torhüter Yann Sommer angeschlagen vom Platz, für ihn kam Tobias Sippel. Kurzfristig hatte Hecking bereits auf den an der Wade verletzten Offensivkünstler Raffael verzichten müssen. In der Halbzeit musste auch noch Oscar Wendt raus.

Hecking ließ sein Team überraschend nicht mit Viererkette in der Abwehr, sondern im 3-4-3-System spielen. Im Angriff half das nicht. Die Gäste taten sich gegen die gut sortierte Eintracht-Defensive schwer. In Strafraumnähe fehlte Gladbach zunächst die nötige Präzision beim letzten Pass.

Eintracht steht bis zur Pause gut

Kurz vor der Pause dürfte sich die Laune des Coaches weiter verschlechtert haben. Chandler setzte sich links stark gegen Herrmann durch, spielte in die Mitte und zentral vor dem Tor schoss Boateng, der schon im Hinspiel das 1:0 erzielt hatte, die Eintracht in Front. Zwei Tage vor der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung der Frankfurter, bei der Präsident Peter Fischer wegen seiner deutlich geäußerten Haltung gegen die AfD im Blickpunkt stehen wird, hatte die Eintracht auch im zweiten Durchgang die erste Chance. Ein abgefälschter Schuss von Rebic flog jedoch am Tor vorbei (49.).

Dann wurde Gladbach stärker: Mickaël Cuisance scheiterte mit der ersten echten Borussen-Gelegenheit an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky (53.), Herrmann traf die Latte (57.). 13 Minuten vor dem Ende foulte Boateng Gladbachs Kapitän Lars Stindl im Strafraum, doch Hazard drosch den fälligen Elfmeter an den Querbalken (78.). In der Nachspielzeit sorgte Jovic dann für die Entscheidung.

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Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 2:0 (1:0)

Frankfurt: Hradecky - Wolf, Salcedo, Hasebe, Falette, Chandler - Mascarell, Boateng - Gacinovic (85. Fernandes), Rebic (61. Barkok) - Haller (82. Jovic)

Gladbach: Sommer (17. Sippel) - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt (46. Jantschke) - Kramer (75. Hofmann), Zakaria - Herrmann, Hazard - Stindl, Cuisance

Tore: 1:0 Boateng (43.), 2:0 Jovic (90.+2)
Bes.Vork.: Hazard verschießt FE (78.) 

Gelbe Karten: Salcedo, Rebic, Barkok - Jantschke, Zakaria                                      
                             
Schiedsrichter: Fritz (Korb)          
Zuschauer: 47.500    

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Sendung: hr-iNFO, 26.1.2018, 22 Uhr