Da ist es passiert: An Freund und Feind vorbei segelt der Ball nach Philipp Max' Freistoß ins lange Eck.
Da ist es passiert: An Freund und Feind vorbei segelt der Ball nach Philipp Max' Freistoß ins lange Eck. Bild © Imago

Die Eintracht hat den ersten Heimsieg verpasst: Bei der Niederlage gegen den FC Augsburg kassierte Lukas Hradecky zwei kuriose Gegentore. Ein Premierentreffer war zu wenig für die Frankfurter, die erst zum Ende hin richtig aufdrehten.

Eintracht Frankfurt hat das Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 1:2 (0:1) verloren. Philipp Max (20. Minute) und Caiuby (77.) schossen den FCA am Samstag mit ihren Toren zum Auswärtssieg. Für die Hessen traf lediglich der eingewechselte Luka Jovic per Kopf (79.). Nach der Niederlage bleibt die Eintracht als Zwölfter im unteren Drittel der Tabelle stecken.

Einen unglücklichen Nachmittag erlebte Torhüter Lukas Hradecky: Beim 0:1 segelte Max' Freistoß vom rechten Strafraumrand unberührt am langen Pfosten ins Tor. Später schenkte Caiuby dem Finnen aus rund 25 Metern im hohen Bogen einen Gegentreffer ein, der von der Unterkante der Latte ins Tor sprang.

Nach Jovics Premierentor drängte die Eintracht auf den Ausgleich, doch die Gäste aus Augsburg warfen sich mit allen Körperteilen in die Schüsse und retteten das Ergebnis letztlich glücklich über die Zeit. Ärgern muss sich Eintracht-Trainer Niko Kovac vor allem über den Auftritt seiner Elf vor der Pause, als den Frankfurtern wenig bis gar nichts eingefallen war. Erst mit einigen offensiven Wechseln kam Schwung in die Partie.

Eintracht tut sich schwer gegen defensive Gegner

Der Leistungsabfall im Vergleich zum überzeugenden 1:0-Sieg in Mönchengladbach war nicht zu übersehen. Sich einem deutlich besser besetzten Team mutig in den Weg stellen: Das kann die Eintracht. Einen massiv verteidigenden Gegner ausspielen: Das bereitet ihr große Probleme.

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Augsburg stellte sich mit teilweise acht, neun Spielern tief in die eigene Hälfte und lauerte dort auf Konter. Und die Frankfurter wussten lange nicht, was sie dagegen tun sollten. Entweder schoben sie den Ball in gemächlichem Tempo durchs Mittelfeld. Oder sie verloren ihn durch haarsträubende Fehlpässe bereits beim Spielaufbau. So blieben sie in der ersten Halbzeit ohne klare Torchance.

Kovac korrigiert zur Pause

Niko Kovac reagierte in der Halbzeitpause auf die schwache Leistung der Eintracht und wechselte den Angreifer Ante Rebic für Verteidiger Carlos Salcedo ein. Taktisch stellte er von einem 3-5-2- auf ein 4-2-3-1-System mit Kevin-Prince Boateng im offensiven Mittelfeld um.

Die Frankfurter kamen zwar mit mehr Dampf aus der Kabine, aber nicht mit mehr Ideen. Und wenn sie den Strafraum einmal erreichten, stellten sie sich dort sehr ungeschickt an. In der 59. Minute kam Sebastien Haller dort nach schöner Vorarbeit von Mijat Gacinovic frei zum Schuss. Doch der Franzose traf den Ball nicht richtig.

Jovic gibt das Signal zur Schlussoffensive

Augsburg verschaffte sich in der zweiten Halbzeit nur noch wenig Entlastung. Ja-Cheol Koo vergab eine gute Konterchance (67.). Caiuby sorgte kurz darauf mit einem tollen Schuss für die vermeintliche Entscheidung.

Erst jetzt legte die Eintracht noch einmal einen Schlussspurt hin. Der eingewechselte Jovic vergab in der 79. Minute erst eine dicke Chance und traf nach dem folgenden Eckball zum 1:2. Danach hatten die Gastgeber sogar noch zwei Chancen auf den Ausgleich: einen Kopfball von Boateng (84.) und einen Schuss von Timothy Chandler (86.). Das erlösende 2:2 sollte aber nicht mehr fallen.

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Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 1:2 (0:1)

Frankfurt: Hradecky - Salcedo (46. Rebic), Abraham, Falette - Chandler, Hasebe, Willems (78. Tawatha) - de Guzman, Gacinovic (67. Jovic) - Haller         

Augsburg: Hitz - Opare, Gouweleeuw, Hinteregger, Max (80. Stafylidis) - Khedira, Baier - Schmid (68. Caiuby), Koo, Heller - Finnbogason (88. Cordova)  

Tore: 0:1 Max (20.), 0:2 Caiuby (77.), 1:2 Jovic (79.)

Gelbe Karten: de Guzman - Opare, Khedira

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 45.000

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am samstag, 16.9.2017, 17.15 Uhr