Friedel Rausch von Eintracht Frankfurt
Friedel Rausch ist tot. Bild © Imago

Fußball-Deutschland trauert um Friedel Rausch: Der langjährige Spieler und Trainer starb am Samstag im Alter von 77 Jahren an Herzversagen. Er war für den größten Vereinserfolg von Eintracht Frankfurt verantwortlich.

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Der frühere Bundesliga-Spieler und Eintracht-Trainer Friedel Rausch ist tot. Im Alter von 77 Jahren ist der gebürtige Duisburger am Samstagmorgen unerwartet an einem Herzversagen gestorben, wie seine Familie mitteilte.

Grabowski und Hellmann kondolieren

Rausch, der insgesamt 306 Bundesliga-Spiele für den MSV Duisburg und Schalke 04 bestritt, feierte seinen größten Erfolg als Trainer bei Eintracht Frankfurt. In der Saison 1979/80 führte er die Hessen zum UEFA-Cup-Sieg im Finale gegen Borussia Mönchengladbach. "Er hat gepowert, er wollte mit uns unbedingt was erreichen - und er hat was erreicht", sagte Eintracht-Ikone Jürgen Grabowski über seinen Ex-Coach: "Sein Tod tut mir natürlich sehr, sehr leid."

Rausch kehrte noch einmal zur Eintracht zurück, konnte bei seinem zweiten Engagement im Jahr 2001 den Abstieg aber nicht mehr verhindern. "Er war ein Kind der Bundesliga und fest verankert im internationalen Fußball Mit ihm verliert die Fußballwelt einen echten Sportsmann. Wir trauern mit seinen Angehörigen", sagte Vorstand Axel Hellmann. "Die Erinnerungen an Friedel Rausch werden immer eng verbunden sein mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte: dem UEFA-Pokal-Sieg 1980."

Trainer bis 2006

Rauschs Laufbahn in verantwortlicher Position endete 2006 als Teamchef beim FC Luzern. In der Geschichte des Schweizer Clubs gilt er als bislang erfolgreichster Trainer. Zuvor arbeitete er als Coach auch noch beim 1. FC Kaiserslautern, Borussia Mönchengladbach, dem FC Schalke 04, Fenerbahce Istabul, Iraklis Salonikiund dem 1. FC Nürnberg.

Bei einem Sturz vor seinem Haus in der Nähe von Luzern erlitt Rausch vor zwei Jahren schwere Kopfverletzungen. Von diesen habe er sich aber damals gut wieder erholt, teilte seine Familie mit.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 18.11.2017, 17.15 Uhr