Alexander Meier
Alexander Meier ist weiterhin zum Zuschauen verdammt. Bild © Imago

Die Leidenszeit von Eintracht-Kapitän Alexander Meier geht weiter: Der Angreifer musste sich einer erneuten Operation unterziehen und fällt weitere Monate aus. Seine sportliche Zukunft in Frankfurt scheint damit fraglicher denn je.

Da helfen selbst die vermeintlichen Kontakte nach ganz oben nichts: Alexander Meier, Eintracht-Kapitän und Fußballgott in Personalunion, kommt einfach nicht auf die Beine. Wie der Frankfurter Bundesligist nun mitteilte, wurde der 34-Jährige schon wieder an seinem lädierten rechten Fuß operiert. Bei dem Eingriff am Donnerstag in der Augsburger Hessing-Klinik sei ein weiteres Stück Knochen in der Ferse entfernt worden, das anhaltende Schmerzen verursacht habe.

Mindestens drei Monate Pause

Es war die dritte OP binnen fünf Monaten. In seinem Sommerurlaub in den USA war Meier beim Joggen umgeknickt und kämpft seither mit seinem sensiblen Körper. Immer wenn der Torjäger auf dem Sprung schien, folgte der nächste Rückschlag. So auch jetzt. "Alex muss nun noch mehr Geduld haben. Und wir auch", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic laut Mitteilung.

Die Chancen auf ein baldiges Comeback auf dem Platz sind somit vorerst dahin. "Der Fuß darf mindestens vier Wochen nicht voll belastet werden, anschließend kann langsam die Reha beginnen", meinte Bobic. Selbst bei optimalem Heilungsverlauf sei eine Rückkehr ins Mannschaftstraining erst in drei Monaten denkbar. Mitte Februar also - und damit rund ein Jahr nach Meiers bislang letztem Startelf-Einsatz für die Hessen.

Meier übt sich in Optimismus

Bereits in der vergangenen Rückserie hatte die Ferse des Publikumslieblings immer wieder Beschwerden verursacht. Ob es der Routinier zumindest in dieser Runde überhaupt noch einmal auf den Bundesliga-Rasen schaffen wird, scheint derzeit offen. "Wir wünschen uns aber alle, dass er gesund wird", sagte Bobic eher zurückhaltend.

Wesentlich kämpferischer zeigte sich der Dauerpatient selbst. "Ich glaube fest daran, dass ich wieder auf dem Platz stehen werde. Dafür werde ich alles tun", erklärte Meier, der zunächst noch ein paar Tage in der Klinik bleiben muss. Wenn er dann erstmal schmerzfrei sei, werde es schon "automatisch Schritt für Schritt bergauf gehen".

Vertragssituation ungeklärt

Meiers Vertrag bei der Eintracht läuft nach mittlerweile 14 Jahren am Saisonende aus. Ob die Hessen den Kontrakt noch einmal verlängern werden, steht noch nicht fest. Sportlich dürfte es für den 34-Jährigen, dessen große Stärke der Torabschluss ist, im laufintensiven Spiel unter Trainer Niko Kovac jedenfalls nicht leichter werden – zumal die aktuelle Konkurrenz Sébastien Haller, Ante Rebic oder Luka Jovic heißt.

Immerhin hat der gebürtige Hamburger schon jetzt die fest vereinbarte Möglichkeit, nach dem Ende seiner Profikarriere bei der Eintracht in anderer Funktion tätig zu werden. Wann genau das sein wird, hängt in erster Linie von Meiers Genesung ab. Hier hofft der Fußballgott nicht zuletzt auf den Fußballgott.