Oka Nikolov
Oka Nikolov hat die Eintracht weiter im Fokus. Bild © Imago

Eintracht-Torwartlegende Oka Nikolov wähnt die Frankfurter nach einer starken Hinrunde auf dem richtigen Weg. Der späte Ausgleich gegen Schalke sei ebenso wenig ein Hindernis wie das Pokalspiel am Mittwoch in Heidenheim.

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414 Pflichtspiele absolvierte Oka Nikolov zwischen 1993 und 2013 als Profi für die Eintracht. Aus der Ruhe bringen konnte den Torwart seit jeher kaum etwas. Kein Wunder also, dass der mittlerweile 43-Jährige selbst den Last-Minute-Schock seiner Frankfurter beim jüngsten 2:2 gegen Schalke 04 mit gewohnter Gelassenheit nahm. "Natürlich hätten wir am Ende gerne gewonnen", sagte Nikolov am Montagabend im hr-heimspiel! rückblickend, "aber Schalke ist eben auch eine Top-Mannschaft. So ein Tor kann immer mal passieren."

Kein Problem für die Mannschaft

Nikolov  weiß, wie dicht Erfolg und Misserfolg beieinander liegen – und wie schnell eben auch mal ein Ball in letzter Sekunde noch reinrutschen kann. Als Rückschlag würde er das Remis vom Samstag, das er live im Stadion verfolgt hatte, aber nicht bezeichnen. "Ich glaube nicht, dass die Mannschaft ein Problem damit hat", meinte der gebürtige Odenwälder.

Vielmehr könne sich das Team in dieser Spielzeit für das bisher Geleistete "auf die Schulter klopfen". 26 Punkte, Platz acht, in Schlagdistanz zu den Europacup-Plätzen: "Das war schon keine schlechte Hinrunde", sagte der einstige Kultkeeper, mahnte aber zugleich vor verfrühten Träumereien: "Sie wissen, dass es noch ein langer Weg ist."

Endspiel als Ansporn

Der nächste Schritt soll schon zum Jahresabschluss am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale beim 1.FC Heidenheim genommen werden. Schließlich sei der Gang nach Europa in diesem Wettbewerb stets am kürzesten, erinnerte Nikolov. "Der Pokal ist immer eine Riesenchance", sagte der Ex-Profi, der einst selbst im Jahr 2006 mit der Eintracht im Endspiel gestanden hatte und dem FC Bayern nur knapp unterlegen war.

"Jeder, der schon mal in Berlin war, will das nochmal erleben", meinte Nikolov. Dass im aktuellen Team der Frankfurter das erst im vergangenen Sommer verlorene Finale gegen Borussia Dortmund noch in bester Erinnerung ist, könnte dabei auch für die Partie in Heidenheim zum Ansporn und Vorteil werden. "Ich bin mir sicher, dass die Eintracht das nicht unterschätzen wird", prophezeite Nikolov.

Vom Odenwald nach Hollywood

Die Daumen drücken wird der "ewige Oka" seinem Herzensclub übrigens zumindest noch bis Anfang Februar aus nächster Nähe können. Bis dahin absolviert Nikolov in Deutschland einen Trainerlehrgang, ehe es danach wieder zurück in die USA geht.

Seit mittlerweile viereinhalb Jahren ist Nikolov mit kleineren Unterbrechungen in Amerika heimisch. Als Torwart-Trainer wechselt er nun zur neuen Saison von Philadelphia Union an die Westküste zu LA Galaxy. Der Odenwald-Stoiker im Glamour-Mekka Los Angeles? So recht vorstellen mag man es sich noch nicht, doch Nikolov bringt ja bekanntlich nichts so schnell aus der Ruhe.