Peter Fischer auf der Mitgliederversammlung
Peter Fischer will keine AfD-Anhänger bei Eintracht Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Nächste Runde im Streit zwischen Eintracht Frankfurt und der AfD: Die beiden Landessprecher der Partei dürfen dem Verein nicht beitreten, Vorwürfe folgen prompt.

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Eintracht-Präsident Peter Fischer hat seinen Worten Taten folgen lassen und die Mitgliedsanträge der beiden AfD-Landessprecher abgelehnt. Nachdem er in den vergangenen Wochen immer wieder betont hatte, keine AfD-Anhänger in seinem Verein haben zu wollen, gingen die Ablehnungsbescheide am Mittwoch in die Post. Robert Lambrou und Klaus Herrmann dürfen der Frankfurter Eintracht nicht beitreten.

AfD kritisiert die Entscheidung

Auf Nachfrage des hr-sports bestätigte die Eintracht die Entscheidung des Präsidiums, äußerte sich aber nicht weiter zu dem Thema. "Wir kommentieren solche Dinge generell nicht, weder bei Zustimmung noch bei Ablehnung", sagte eine Sprecherin.

Eine ausführliche Reaktion der AfD ließ hingegen nicht lange auf sich warten. "Fischer hat eine mutlose Entscheidung getroffen, für die er vierzig Tage benötigte", wird Lambrou in einer am Freitag verschickten Pressemitteilung der Partei zitiert. Dass Fischer die Gesprächsangebote nicht angenommen habe, bezeichnete er als "durchaus feige". Die Mitgliedseinträge waren am 28. Dezember eingegangen, auf einer Sitzung am 6. Februar folgte die Ablehnung.

Fischer vs. AfD

Fischer hatte sich zuletzt auf der Mitgliederversammlung des Vereins ausführlich mit der AfD beschäftigt und noch einmal klargemacht, dass die Partei nicht mit den Werten der Eintracht vereinbar sei. "Wir stehen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Da passt die AfD nicht rein." Für die beiden AfD-Landessprecher Lambrou und Herrmann ist deshalb kein Platz im Verein.