Eintracht Bayern
Der FC Bayern jubelt, Marius Wolf (Mitte) und die Eintracht sind geschlagen. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt hat dem FC Bayern München am Samstag den Schneid abgekauft. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac verkaufte sich gegen den Rekordmeister äußerst teuer, stand letztlich aber mit leeren Händen da. Kurios: Marius Wolf durfte nach einer Roten Karte weiterspielen.

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Die Eintracht hat ihr Heimspiel gegen den FC Bayern trotz ansprechender Leistung 0:1 (0:1) verloren. Arturo Vidal traf per Kopf für den Rekordmeister (20. Minute). Die Eintracht tat alles, um doch noch einen Punkt zu erobern, fand gegen die gut gestaffelte Hintermannschaft der Gäste aber kein Durchkommen.

Bereits nach dem Führungstreffer schienen die Bayern das Ergebnis eher verwalten zu wollen und legten nur selten den Vorwärtsgang ein. Die Eintracht machte das Spiel und kam auch zu einer Reihe von Schussmöglichkeiten. Eine richtige Großchance ließ der Tabellenführer aber nicht zu.

Eine kuriose Szene ereignete sich in der 72. Minute. Marius Wolf sah nach einer Grätsche etwas überraschend die Rote Karte. Nachdem sich Schiedsrichter Harm Osmers die Videobilder angeschaut hatte, revidierte er seine Entscheidung allerdings. Gelb! Kevin-Prince Boateng winkte seinen Kollegen wieder aufs Feld zurück.

Eintracht beschäftigt Starke

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Zu Beginn des Spiels stand aber erst einmal jemand im Blickpunkt, der seine Karriere eigentlich schon beendet hatte. Aber mit 36 Jahren kehrte Tom Starke noch einmal ins Bayern-Tor zurück, weil sich die Adduktoren-Probleme von Sven Ulreich beim Aufwärmen wieder bemerkbar gemacht hatten. Und Starke bekam bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit dem Abschluss der vergangenen Saison auch noch deutlich mehr zu tun als erwartet.

Schon in der siebten Minute musste er einen Freistoß von Ante Rebic parieren. Durch den nur schwer unter Kontrolle zu haltenden Kroaten (25./33.) sowie einen Schuss von Jetro Willems (39.) kam die Eintracht in der ersten Halbzeit noch zu weiteren Möglichkeiten. Statt sich nur im eigenen Strafraum zu verbarrikadieren, hielten die Frankfurter dieses Spiel mit viel Leidenschaft mehr als nur offen.

Bayern mauern sich zum Sieg

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Und der Tabellenführer? In der ersten Halbzeit hatte der immer wieder auch gute Momente. In der zweiten betrieb er nur noch einen Minimal-Aufwand. Gleich nach der Pause musste zudem der Torschütze Vidal akut platzverweisgefährdet ausgewechselt werden. Die Frankfurter forderten nach seinem zweiten gelbwürdigen Foul vehement seine Hinausstellung, FCB-Trainer Jupp Heynckes reagierte sofort.

In Unterzahl wären die Bayern wahrscheinlich noch mehr in die Defensive gedrängt worden. Aber auch so dominierte die Eintracht das Spiel klar. Die Frankfurter rannten sich aber auch immer wieder an der massiven Münchener Abwehr fest. Klare Torchancen spielten sie sich nicht mehr heraus. Spätestens als Heynckes auch noch den offensiven Franck Ribéry durch den defensiven David Alaba ersetzte, war klar: Der FC Bayern kann sich auch Siege ermauern.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1 (0:1)  

Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Abraham, Falette - Fernandes (71. Jovic) - Wolf, Barkok (81. Stendera), Kevin-Prince Boateng, Willems (77. Tawatha) - Haller, Rebic  

München: Starke - Kimmich, J. Boateng, Süle, Rafinha - Martinez, Vidal (55. Tolisso) - Coman (83. Lewandowski), Rodriguez, Ribery (68. Alaba) - Müller  

Tore: 0:1 Vidal (20.)
Gelbe Karten: Fernandes, Wolf / Rafinha, Vidal, Müller  

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 9.12.2017, 17.15 Uhr