Fernandes im Spiel gegen Wolfsburg
Gelson Fernandes (li.) gegen Wolfsburgs Landry Dimata Bild © Rhode/Storch

Drei Spiele, drei Gelbe Karten – Eintracht Frankfurts Gelson Fernandes sammelt rekordverdächtig schnell Verwarnungen. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

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Fernandes sieht Gelb.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Fernandes: "Das ist ein Zufall"

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Omar Mascarell kann vermutlich ein Lied davon singen. Wer als Fußball-Profi sein Werk hauptsächlich im defensiven Mittelfeld verrichtet, der ist nun mal für Gelbe Karten anfälliger als Kollegen auf anderen Positionen. Ganze 14 Mal wurde der Spanier in der vergangenen Saison in 33 Pflichtspielen verwarnt, zwei Mal verpasste die damalige Stammkraft in Folge einer Gelbsperre eine Bundesligapartie.

Nun fällt Mascarell nach einer Achillessehnen-OP bis Ende des Jahres aus – und dennoch hat die Frankfurter Eintracht jemanden gefunden, der die Abräumer-Rolle auf sich nimmt. Neuzugang Gelson Fernandes hat in jedem der ersten drei Saisonspiele eine Gelbe Karte gesehen. Muss er bereits am sechsten Spieltag in Leipzig (23. September) zuschauen? Nein, versprach der 31-Jährige am Dienstag: "Ich werde nicht fünf Gelbe nach fünf Spielen haben. Das ist unmöglich."

Zufall und zu streng

Für Fernandes ist es "Zufall", dass er direkt in den ersten drei Spielen gegen Freiburg, Wolfsburg und Mönchengladbach verwarnt wurde. Und die Gelbe am vergangenen Wochenende, die ihm Schiedsrichter Robert Kampka nach einem Foul an Lars Stindl entgegenstreckte, sei auch etwas "streng" gewesen. Aber dennoch: Ein bisschen vorsichtiger will Fernandes künftig trotzdem sein. "Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viele Gelbe Karten bekomme."

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Damit anfangen kann der Nationalspieler der Schweiz am kommenden Samstag, wenn die Eintracht ab 15.30 Uhr den FC Augsburg zum zweiten Heimspiel der Saison empfängt. Nach der 0:1-Pleite gegen Wolfsburg vor knapp drei Wochen, die Fernandes mit dem Adjektiv "bitter" in Verbindung bringt, fordert er nun eine Leistungssteigerung vor eigenem Publikum. "Augsburg ist eine sehr gute Mannschaft", lobt er den FCA, der mit vier Punkten aus drei Spielen passabel in die Saison gestartet ist. "Es wird nicht einfach für uns. Wir müssen uns die ganze Woche gut vorbereiten, um am Samstag bereit zu sein."

Mehr Leistung, mehr Tore

Bereit sein heißt in dem Fall auch: mehr Tore schießen. Gegen Gladbach hat es erstmals in dieser Saison geklappt, doch gerade an den ersten beiden Spieltagen haben die Hessen zu viele Chancen ungenutzt gelassen. "Wir müssen effizienter sein", weiß auch Fernandes. "Nicht nur die Stürmer, sondern die komplette Mannschaft. Es fehlt diese Kleinigkeit, dass wir das zweite und das dritte Tor machen."

Auch Frankfurts Coach Niko Kovac spricht in solchen Momenten gerne von einem fehlenden "Quäntchen Glück". Diese Parallele soll allerdings kein Hinweis darauf sein, dass Fernandes nach der sportlichen Karriere selbst ins Trainergeschäft einsteigt. "Nein, ich will nicht mehr reisen und auch keinen Druck mit Ergebnissen mehr haben", sagte er.

Dem Fußball treu bleiben

Seinen Lebensmittelpunkt sieht er eines Tages in den Bergen der Schweiz, dem Fußball will er aber auf jeden Fall treu bleiben: "Vielleicht arbeite ich für einen Verband." Bis dahin, sein Vertrag in Frankfurt läuft noch bis 2019, wird aber noch einige Zeit vergehen – und Fernandes vermutlich doch noch die eine oder andere Gelbe Karte sammeln. Da kommt ein defensiver Mittelfeldspieler eben nur schwer drum herum.