Mijat Gacinovic bejubelte seinen Treffer zum 2:1.
Mijat Gacinovic bejubelte seinen Treffer zum 2:1. Bild © Imago

Erst den Abwehrchef verloren, dann in Rückstand geraten – und am Ende nach großem Kampf den Hamburger SV geschlagen: Die Frankfurter Eintracht springt nach dem Sieg im hohen Norden auf einen Europacup-Platz.

Nur drei Tage nach der bitteren Niederlage gegen Rekordmeister Bayern München (0:1) ist die Frankfurter Eintracht wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Hessen gewannen am Dienstagabend beim abstiegsbedrohten Hamburger SV mit 2:1 - und das nach einem Rückstand. Dank des siebten Saisonsiegs sprang das Kovac-Team vorübergehend auf Rang fünf und damit auf einen Europacup-Platz.

Kyriakos Papadopoulos brachte die Gastgeber in der 9. Minute per Kopfball-Treffer in Führung, doch dann nutzten die auswärtsstarken Frankfurter gravierende Fehler in der HSV-Deckung rigoros aus. Marius Wolf (16.) und Mijat Gacinovic (24.) drehten innerhalb von nur acht Minuten die Partie. Der HSV startete nach drei Spielen ohne Gegentor selbstbewusst in die Partie und bestimmte in den ersten Minuten das Geschehen. Folgerichtig erzielte Kapitän Papadopoulos nach einer Ecke von Aaron Hunt mit einem Kopfballtreffer die verdiente Führung.

Rückkehrer Chandler mit zwei Vorlagen

Doch die Freude der nur 40.983 Zuschauer dauerte nicht lange. Zwei Mal bereitete US-Nationalspieler Timothy Chandler, der sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause feierte, mit schönen Vorlagen von der rechten Seite die Frankfurter Treffer vor. Wolf verwandelte seinen Pass, wobei der frühere Darmstädter Torhüter Christian Mathenia bei seinem haltbaren Schuss zum wiederholten Male gar nicht gut aussah.

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Nur acht Minuten später düpierte Gacinovic HSV-Abwehrspieler Gideon Jung und schoss zum 2:1 ein. Glück für die Hamburger, dass im Anschluss Luka Jovic (26.) und Ante Rebic (28./32.) weitere große Möglichkeiten der Gäste nicht schon in der ersten Hälfte zur Vorentscheidung nutzten.

Abraham mit Wadenverletzung raus

Frankfurts Trainer Niko Kovac hatte sein Team gegenüber der unglücklichen Heimniederlage gegen die Bayern (0:1) gleich auf fünf Positionen verändert und unter anderem den Franzosen Sébastien Haller und Kevin-Prince Boateng zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen lassen. Schon nach acht Minuten musste auch Abwehrchef David Abraham nach einem Zweikampf mit Filip Kostic vom Platz. Später gab Kovac Entwarnung: "Es ist keine Fraktur, sondern nur ein Bluterguss im Wadenbein." (Mehr Stimmen zum Spiel finden Sie hier.)

Doch die Rotation der Frankfurter bewährte sich, das Spiel der Gäste lief über weite Strecken der Partie flüssig, so dass der Sieg am Ende nicht unverdient war. Zwar drängte der HSV nach der Pause auf den Ausgleich, doch der junge Jann-Fiete Arp scheiterte mit der größten Möglichkeit an Keeper Lukas Hradecky (50.). Und als Dennis Diekmeier wenig später zum ersten Mal einen Ball im Tor unterbrachte, entschied der Referee zurecht auf Abseits. In der Schlussphase warf der HSV alles nach vorne, doch die Frankfurter brachten den knappen Vorsprung mit viel Kampf und etwas Glück über die Zeit.

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Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)

Hamburg: Mathenia - Diekmeier, Papadopoulos, Mavraj (82. Schipplock), Douglas Santos – Walace (36. Ekdal), Jung - Waldschmidt (67. Ito), Hunt, Kostic - Arp

Frankfurt: Frankfurt: Hradecky - Russ, Abraham (8. Salcedo), Falette - Chandler,Gacinovic (46. Barkok), Fernandes Tawatha - Wolf, Rebic - Jovic (62. Boateng)

Tore: 1:0 Papadopoulos (9.), 1:1 Wolf (16.), 1:2 Gacinovic (24.)
Gelbe Karten: / Boateng, Falette, Wolf, Hradecky

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 40.983

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Sendung: hr-iNFO, 12.12.17, 23 Uhr