Eintracht Wolfsburg Jubel
Die Eintracht konnte auch in Wolfsburg jubeln. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt ist auch 2018 auswärts eine Macht. Beim VfL Wolfsburg sammelten die Hessen dank einer souveränen Vorstellung die nächsten drei Punkte ein. Nur Mitte der zweiten Halbzeit mussten die Gäste kurz zittern.

Eintracht Frankfurt hat sein Gastspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag mit 3:1 (2:0) gewonnen. Sébastien Haller (18. Minute), Timothy Chandler (22.) und Luka Jovic (85.) machten den sechsten Auswärtssieg der Saison perfekt. Maximilian Arnold hatte zwischenzeitlich für die Gastgeber auf 1:2 verkürzt (66.). Nur eine Minute später musste der Wolfsburger Landry Dimata nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz.

Eintracht top, Wolfsburg flop

Dank des 600. Bundesliga-Sieges mischt die Eintracht im Kampf um einen internationalen Wettbewerb weiterhin kräftig mit. Die Niedersachsen hingegen kassierten die erste Heimniederlage unter Trainer Martin Schmidt, enttäuschten insbesondere in den ersten 45 Minuten auf der ganzen Linie und sind in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat. Die 24.450 Zuschauer verabschiedeten die Platzherren schon zur Halbzeit mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Es war die gnadenlose Frankfurter Effektivität, die für eine frühe Vorentscheidung sorgte. Die Norddeutschen wirkten nach dem schnellen Rückstand über weite Strecken desorientiert, waren gedanklich zu langsam und kamen vor dem Seitenwechsel nur ein einziges Mal zu einer nennenswerten Chance: Yunus Malli scheiterte aus zehn Metern Entfernung an Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (12.).

Hradecky muss sich aufwärmen

Schmidt ersetzte zu Wiederbeginn Josip Brekalo durch den Schweizer Neuzugang Renato Steffen, doch am Spielverlauf änderte sich durch diesen Wechsel wenig. Dank geschickter Raumaufteilung der Frankfurter blieben die VfL-Spieler in den Zweikämpfen zumeist zweiter Sieger. Und obwohl sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der Eintracht abspielte, wurde es vor dem Tor der Gäste höchst selten gefährlich. Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe VfL-Torjäger Divock Origi von der Strafraumgrenze knapp am rechten Torpfosten vorbeischoss.

Bezeichnend in dieser Phase, dass Hradecky intensive Aufwärmübungen absolvieren musste, um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht zu sehr auszukühlen. Schmidt forderte seine Schützlinge leidenschaftlich zu mehr Offensivdrang auf, eine Botschaft, die aber erst nach dem 1:2 durch Arnold beim VfL ankam. Neben den Torschützen Haller und Chandler zeichnete sich bei Frankfurt Marius Wolf durch einen enormen Aktionsradius und zwei Torvolagen aus. Beim VfL erreichte lediglich Arnold Normalform.

Weitere Informationen

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:3 (0:2)  

Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Tisserand, Uduokhai, William (76. Gerhardt) - Guilavogui (86. Osimhen), Arnold - Brekalo (46. Steffen), Malli, Dimata - Origi

Frankfurt: Hradecky - Wolf, Salcedo, Hasebe, Falette, Chandler (85. Willems) - Mascarell, Boateng - Gacinovic (80. Fernandes), Rebic (77. Jovic) - Haller  

Tore: 0:1 Haller (18.), 0:2 Chandler (22.), 1:2 Arnold (66.), 1:3 Jovic (85.)

Gelbe Karten: Guilavogui, Dimata, Brekalo / Wolf, Falette
Gelb-Rot: Dimata (67.Wiederholtes Foulspiel)  

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 24.415

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 20.1.2018, 17.15 Uhr