Kevin-Prince Boateng war nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen bedient.
Kevin-Prince Boateng (re.) war nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen bedient. Bild © Imago

In einer engen Partie hat die Eintracht eine bittere Niederlage gegen Bayer Leverkusen hinnehmen müssen. Die Hessen wurden in ihrer stärksten Phase eiskalt ausgekontert – die Stimmen zum Spiel.

Nach sechs Partien ohne Niederlage musste sich die Eintracht am Samstag vor heimischem Publikum erstmals wieder geschlagen geben. Kevin Volland zeigte sich in der 76. Minute eiskalt und erzielte das Tor des Tages.

Kevin-Prince Boateng: Im Endeffekt haben wir verloren und drei Punkte liegen gelassen. Wir müssen weiter arbeiten, dass das nicht nochmal passiert. Die 3-gegen-2-Situation müssen wir besser ausspielen oder wenigstens einen Abschluss haben, damit wir uns besser stellen können. Dann kriegen wir einen Konter und verteidigen es schlecht. Wir müssen daran arbeiten, dass wir vorne selbst die Tore machen, wenn wir in Überzahl sind. Das ist ein Lernprozess. Die Serie davor war super, aber sie interessiert jetzt keinen mehr, denn heute haben wir verloren. Jetzt müssen wir wieder hart arbeiten und das nächste Spiel gewinnen.

Fredi Bobic
Bobic lobte das Team trotz Niederlage. Bild © Imago

Fredi Bobic (Sportvorstand): Wir sind noch keine Mannschaft, die um die Champions-League-Plätze mitspielt. Wenn einer träumen möchte, dann kann er träumen. Wir haben auf Augenhöhe gegen ein Team gespielt, das in der Chamipons League spielen kann. Das ist das Entscheidende: Wenn wir die Kleinigkeiten raussuchen, dann sind wir weit gekommen. Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Einige haben vielleicht einen vernebelten Blick auf die Geschichte. Wir sind nicht perfekt, sonst wären wir Tabellenerster.

Lukas Hradecky: Ich ärgere mich sehr über die Niederlage. Das Tor darf nicht passieren. Wir haben eine sehr gute Situation da vorne und verlieren den Ball und kassieren dann ein Gegentor aus einem Konter. Ich war selbst überrascht, wie frei Volland im Strafraum stand. So ein Spiel zu verlieren, ist unnötig, es hätte auch ein Unentschieden geben können. Wenn man an Europa schnuppern will, dann tun solche Niederlagen besonders weh.

Niko Kovac (Trainer): Man hat zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit hat Leverkusen gut in die Tiefe gespielt und wir hatten das eine oder Mal das Glück auf unserer Seite. Im zweiten Durchgang haben wir besser nach vorne verteidigt und sind nach Ballverlust sofort ins Gegenpressing gekommen. Bei unseren Abschlüssen hat uns aber das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Der Konter hat mich sehr verärgert. Das war der kleine, aber feine Unterschied. Das Spiel hätte Unentschieden ausgehen können, wenn nicht sogar müssen.

Marc Stendera konnte die Niederlage nicht verhindern.
Marc Stendera konnte die Niederlage nicht verhindern. Bild © Imago

Marc Stendera: Wir haben gegen fußballerisch und läuferisch sehr gute Leverkusener gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns leider nicht für unseren Einsatz belohnt. Wenn man seine Chancen nicht reinmacht, dann kann man seine Spiele nicht gewinnen. Es ist schade, aber daran müssen wir arbeiten. Ärgerlich, aber nächste Woche geht es weiter.

Siegtorschütze Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen): Das war ein extrem anstrengendes Spiel, ich bin erschöpft. Für unsere Mannschaft war es ein Big Point. Die Eintracht hat es gut gemacht. Wir sind aber überglücklich, dass wir zu null gespielt haben.