Kovac im Training
Gute Laune im Training: Eintracht-Coach Niko Kovac Bild © Rhode/Storch

Gleich drei zentrale Figuren von Eintracht Frankfurt haben eine besondere Beziehung zu Berlin und dem nächsten Gegner Hertha BSC. Trotzdem will die Eintracht dort am Sonntag unbedingt punkten.

Wenn man so will, hat die erfolgreiche Entwicklung von Eintracht Frankfurt ihren Ursprung in der Kabine von Hertha BSC. Der heutige Frankfurter Trainer Niko Kovac freundete sich dort mit dem heutigen Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic an. Den Frankfurter Mittelfeldlenker Kevin-Prince Boateng kennen die beiden ebenfalls aus gemeinsamen Zeiten im blau-weißen Dress.

Für Kovac und Boateng bedeutet das Bundesliga-Spiel in Berlin (Sonntag, 15.30 Uhr) sogar eine Rückkehr in ihre Heimstadt. "Wenn man an die Geburtsstätte zurückkommt, ist das immer etwas Schönes und Besonderes. Ich habe da noch viele Verwandte und Bekannte", sagte der Eintracht-Coach am Freitag.

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Leverkusen
Bild © hessenschau.de

Insgesamt acht Jahre spielte Kovac für die Hertha. Von 1991 bis 1996 in der 2. Bundesliga, von 2003 bis 2006 eine Etage höher. Die Berliner sieht er seinem Verein ungeachtet der aktuellen Bundesliga-Tabelle "immer noch etwas voraus". Denn die Hertha hat in der jüngeren Vergangenheit genau das erreicht, was der Eintracht in der Zukunft ebenfalls vorschwebt: Sie hat im Sommer die Europa League erreicht, auch wenn dort für sie nach der Vorrunde schon wieder Schluss sein wird.

Und sie hat Spieler wie John Anthony Brooks oder Adrian Ramos zunächst entdeckt und später für sehr viel Geld verkauft. Fast 30 Millionen Euro brachten die beiden dem Hauptstadt-Club ein. Eine ähnliche Marge verspricht sich die Eintracht von Transfers wie Sébastien Haller oder Jetro Willems.

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Trotzdem stehen die Frankfurter schon seit Wochen vor den Berlinern - und das soll nach Sonntagnachmittag auch so bleiben. "Wir haben jetzt 19 Punkte", rechnete Kovac vor. "Der Abstand nach unten ist nicht so groß, wie ich mir das wünsche. Deshalb müssen wir in den nächsten vier Spielen vor der Winterpause noch punkten. Die Spiele gegen Bayern München und Schalke 04 werden dabei nicht einfach. Deshalb ist gerade das Spiel in Berlin sehr wichtig."

Makoto Hasebe könnte dafür als Abwehrchef ins Team zurückkehren. Der Japaner leidet zwar schon seit Wochen unter Knieproblemen, die einfach nicht aufhören wollen. "Aber in dieser Woche sah es gut aus. Es geht bei ihm in die richtige Richtung", sagte Kovac. "Makoto ist ein Vollblutprofi. Er möchte zur WM fahren. Er ist Kapitän eines sehr stolzen Landes. Er möchte seiner Mannschaft immer helfen."

Das Lazarett lichtet sich

Ohnehin wird die Frankfurter Personallage von Woche zu Woche besser. Am Freitag verkündete der Verein via Twitter, dass auch Marco Fabián nach seiner Operation am Lendenwirbel wieder die ersten Runden auf dem Trainingsplatz gedreht habe. Andere Langzeitausfälle wie Omar Mascarell und Timothy Chandler werden nach Angaben von Kovac sogar schon phasenweise ins Mannschaftstraining integriert.

Guess who's back 👀 @MarcoFabian_10 dreht wieder erste Runden um den Platz 👏 #SGE

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