Tschüß und bis ganz bald: Die Spieler der Eintracht verabschieden sich für ein paar Tage von ihren Fans in die kurze Weihnachtspause.
Tschüß und bis ganz bald: Die Spieler der Eintracht verabschieden sich für ein paar Tage von ihren Fans in die kurze Weihnachtspause. Bild © picture-alliance/dpa

Weihnachten feiern und dann in die Sonne düsen? Das ist für die Spieler der Eintracht in dieser Winterpause tabu. Der eng getaktete Spielplan zwingt Trainer Niko Kovac zu unpopulären terminlichen Vorgaben.

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Die gute Nachricht vorneweg: Selbst wenn sie es drauf anlegen würden, hätten die Spieler der Eintracht kaum genug Zeit, sich über die Weihnachtstage Winterspeck anzufressen. Die schlechte Nachricht: Nur acht freie Tage liegen zwischen dem letzten Spiel des Jahres und dem Auftakt der Winter-Vorbereitung am 29. Dezember. Viel Zeit zum Ausruhen oder gar Urlaub machen bleibt da nicht. Früher als Niko Kovac bittet kein anderer Bundesliga-Trainer zum Aufgalopp.

Dabei hat Kovac die trainingsfreie Zeit als Belohnung für den 2:1-Sieg im Pokal beim 1. FC Heidenheim sogar noch um einen Tag verlängert. Ursprünglich sollte es gar am 28. Dezember wieder losgehen. "Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt, wenn wir weiterkommen, dann habt ihr euch auch verdient, einen Tag länger Urlaub zu haben", sagte Kovac. Gesagt, getan - auch wenn die Qualifikation fürs Pokal-Viertelfinale eine schwere Geburt war.

Kovac will komplett abschalten

Nach der kurzen Verschnaufpause will Kovac seine Mannschaft schnell wieder auf Betriebstemperatur bringen. "Wir müssen bestätigen, was wir geleistet haben", betonte Kovac. Und das konnte sich in der Hinrunde wahrlich sehen lassen: Daheim noch mit Problemen, hat sich die Eintracht in der Bundesliga als maximal unbequemer Gast erwiesen. Nur Bayern München (19) hat auswärts mehr Punkte geholt als Frankfurt (18).

Über die Feiertage spielen Statistiken, Laufwege und Personalplanungen im Hause Kovac ausnahmsweise eine untergeordnete Rolle. "Ich bin froh, dass ich sieben Tage mal keinen Fußball habe", sagte der Kroate und verabschiedete sich am Mittwochabend mit einem "fröhliche Weihnachten" aus Heidenheim von den anwesenden Journalisten.

Trainingslager in Spanien

Die Winterpause light endet für die Eintracht bereits am 13. Januar mit dem ersten Rückrundenspiel gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr). Für die heiße Phase der Vorbereitung reisen die Frankfurter in die spanische Sonne: Vom 2. bis 7. Januar findet ein Trainingslager in Campoamor statt. In diese Zeit fällt auch das bis dato einzige festgelegte Testspiel gegen den Zweitligisten Erzgebirge Aue (6. Januar).

Im Fokus der Arbeit dürfte neben dem Auffrischen der konditionellen Grundlagen die spielerische Komponente liegen. Im Spiel gegen den Ball oftmals brillant, fehlen den Hessen gegen tiefstehende Gegner Präzision und Geschwindigkeit. Das hat die Begegnung in Heidenheim erneut gezeigt.

Hrgota gilt als Streichkandidat

Womöglich verschlanken die Frankfurter zudem ihren Kader im Winter. Während mit Ante Rebic ein Stürmer langfristig an den Verein gebunden wurde, könnte mit Branimir Hrgota ein anderer Angreifer gehen. Angeblich soll Hannover an einem Transfer des Reservisten interessiert sein. Andersson Ordonez hat Frankfurt bereits vor einigen Tagen in Richtung Ecuador verlassen, Yanni Regäsel könnte auch gehen, Max Besuschkow ausgeliehen werden.