Imago Haller Tor Bremen
Sébastien Haller ist der Mann für die artistischen und die späten Tore bei der Eintracht. Bild © Imago

Der Last-Minute-König hat wieder zugeschlagen: Sébastien Haller hat Eintracht Frankfurt mit einem späten Treffer den Sieg gegen Werder Bremen beschert.

Eintracht Frankfurt und die späten Tore, diese Erfolgsgeschichte ist am Freitagabend fortgeschrieben worden: Dank eines Treffers von Sébastien Haller (89.) gewannen die Hessen mit 2:1 gegen Werder Bremen. Zuvor hatte Ante Rebic die Hausherren mit einem feinen Schlenzer in der 17. Minute in Führung gebracht, Niklas Moisander erzielte in der 24. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Beide Mannschaften hatten in einer besonders vor der Pause attraktiven Partie gute Chancen auf weitere Treffer, brachten den Ball aber bis kurz vor Schluss nicht im gegnerischen Tor unter. Erst Haller brach den Bann und schoss die Eintracht damit vor den restlichen Begegnungen des 11. Spieltags auf Rang fünf.

Viele Chancen zu Beginn

Bremen begann nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt offensiv und hatte vor 51.500 Zuschauer die erste Chance durch Max Kruse. Auch der überraschende Rückstand durch ein Traumtor von Rebic brachte die Bremer nur kurz ins Wanken. Eintracht-Allrounder Marius Wolf hatte kurz darauf die Gelegenheit zum 2:0 (19.), dann nutzte der Finne Moisander nach einem Eckball ein großes Chaos im Frankfurter Fünf-Meter-Raum und erzielte den ersten Bremer Treffer nach zuvor 508 torlosen Bundesliga-Minuten.

Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein offener, hochintensiver Schlagabtausch. Auch Frankfurt investierte jetzt deutlich mehr in dieses Spiel, aber Werder spielte genauso selbstbewusst und schnörkellos weiter. Die Folge: Die Eintracht hatte eine gute Chance durch Wolf (29.) - und Werder gleich drei davon in nur drei Minuten: durch Zlatko Junuzovic (40.), Kruse (42.) und Maximilian Eggestein (43.). Dreimal rettete Frankfurts Keeper Lukas Hradecky stark.

Haller hat das letzte Wort

Der Auftakt des zweiten Durchgangs gestaltete sich weniger spektakulär als das Ende des ersten. Beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils zwischen den Strafräumen, nur einmal eröffnete sich die Gelegenheit zur Führung. Als sich Jetro Willems auf der Außenbahn durchsetzte und den Ball scharf in den Strafraum schoss, rutschte Kevin-Prince Boateng mit dem falschen Timing zum Ball.

Es sah zunehmend nach dem dritten Remis in Folge für die Frankfurter aus, bevor sich Haller nach einer Flanke des eingewechselten Taleb Tawatha gegen mehrere Bremer Verteidiger durchsetzte. Sein Volley-Schuss landete im Werder-Kasten und begrub alle Hoffnungen der Norddeutschen auf eine Wende ihrer Negativserie.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 2:1 (1:1)

Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Abraham, Falette - Wolf, Hasebe, Stendera (67.Gacinovic), Willems (79.Tawatha) - Boateng - Rebic (76.Jovic), Haller

Bremen: Pavlenka - Selassie, Veljovic, Moisander, Augustinsson (90.Belfodil) - Eggestein (90.Johannson), Bargfrede (67.Kainz), Delaney - Bartels, Kruse, Junuzovic

Tore: 1:0 Rebic (17.), 1:1 Moisander (24.), 2:1 Haller (89.)

Gelbe Karten: - / -  

Schiedsrichter: Brand (Unterspiesheim)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Ende der weiteren Informationen

Sendung: heimspiel! am Samstag, 4.11.2017, 17.15 Uhr