Lukas Hradecky im Training der Eintracht
Lukas Hradecky (unten) traut sich in Sachen Vertragsverlängerung noch nicht aus der Deckung. Bild © Rhode/Storch

Das Sommertheater um Lukas Hradecky beschäftigt Eintracht Frankfurt seit Monaten. Auch am Freitag gab es kein Happy End zu verkünden, selbst Trainer Niko Kovac ist zunehmend genervt.

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Trainingsauftakt Eintracht

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kovac zu Hradecky: "Es ist nicht einfach, aber wir tun alles"

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Bleibt er? Geht er sofort? Geht er irgendwann? Ja, was denn jetzt? Die Hängepartie um Lukas Hradecky bot genug Stoff, um quasi die komplette Sommerpause über die Zukunft des Keepers von Eintracht Frankfurt zu spekulieren. Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Bruno Hübner glaubten stets an einen Verbleib, portugiesische Medien sahen den Finnen schon bei Benfica Lissabon. Unterschrieben, entschieden und ausgehandelt ist nach wie vor aber nichts. Die von einigen Medien für diesen Freitag prophezeite Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier ist noch immer nicht erfolgt.

Hradecky lässt Eintracht zappeln

Der finnische Schlussmann und die Eintracht stehen nach wie vor in Verhandlungen, Hradecky hat das nachgebesserte Angebot zu einer Vertragsverlängerung noch nicht angenommen. Alles beim Alten also.

"Es ist mir selbst unangenehm, Ihnen immer denselben Brei zu präsentieren", sagte Kovac am Freitag zum aktuellen Stand der Gespräche. Hradecky stehe zwar bei ihm im Wort, die Unterschrift fehle aber weiterhin. "Ich war und bin der Meinung, dass er bleiben wird. Ich hoffe, dass er jetzt den Vertrag unterschreibt."

Hellmann-Frist läuft ab

Eintracht-Vorstand Axel Helmann hatte bereits am vergangenen Sonntag zunehmend gereizt auf die uendliche Hradecky-Geschichte reagiert. "Lukas muss sich erklären, bevor es in die Saison geht", hatte er am hr-Mikrofon gefordert. "Er hat mit einem Bekenntnis für Klarheit zu sorgen." Eindeutige Worte, nicht ganz eindeutige Deadline.

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Offiziell beginnt die Saison bereits am Samstag (15.30 Uhr) mit dem DFB-Pokalspiel beim TuS Erndtebrück. Hradecky hätte sich demnach noch am Freitag zum Ausgang der Kaugummi-Verhandlungen äußern. Hat er aber nicht. Hradecky junior und Hradecky senior, der Vater und Berater in Personalunion, sind sich offenbar noch nicht ganz sicher.

Verwirrung durch Hradecky senior

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau schwänzte Papa Vladimir Hradecky ein für Donnerstag angesetztes Treffen mit Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Bei dem Gesprächstermin sollten letzte Details geklärt und dann wohl ein neues Arbeitspapier aufgesetzt werden. Pünktlich zum ersten Pflichtspiel wäre die Baustelle Hradecky Vergangenheit. So wird nach wie vor eifrig gewerkelt.

"Ich weiß, dass Bruno und Fredi harte Gespräche hinter sich haben. Die haben alles getan, wirklich alles", verriet Kovac. Der Ball liege aber nun aber bei Hradecky, der ihn entgegen seiner Torhüter-Natur jetzt einfach noch über die Linie schieben muss. "Davon hätten alle was", so der Eintracht-Coach. "Der Lukas einen langjährigen Vertrag mit gutem Gehalt, wir einen guten Keeper." Und das Sommer-Theater hätte endlich ein Ende.

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