Eintracht fängt Last-Minute-Gegentor in Hoffenheim
Jubel bei der TSG Hoffenheim - lange Gesichter bei der Eintracht. Bild © Imago

Auf Last-Minute-Sieg folgt Last-Minute-Enttäuschung: Eintracht Frankfurt schnuppert bei der TSG Hoffenheim lange am Sieg und dem Sprung auf Platz drei. Am Ende reicht ein Boateng-Traumtor aber nicht aus.

Eintracht Frankfurt hat den Sprung auf Platz drei der Bundesliga denkbar knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kam bei der TSG Hoffenheim am Samstag trotz langer Führung nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und muss sich mit nur einem Punkt begnügen. Kevin-Prince Boateng hatte die Hessen mit einem Traumtor (13.) in Führung gebracht, Mark Uth traf in der Nachspielzeit (90.+1) zum Ausgleich.

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Trotz des sechsten Bundesliga-Spiels in Folge ohne Niederlage überwog so am Ende die Enttäuschung. Die Eintracht hätte sich den Sieg dank einer kämpferisch starken Leistung durchaus verdient gehabt. Zwei Wochen nach dem Last-Minute-Tor von Sebastien Haller gegen Bremen (2:1) mussten die Frankfurter dieses Mal aber ein Gegentreffer in letzter Sekunde verkraften.

Boateng belohnt mutige Eintracht

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena präsentierte sich die Eintracht in der Anfangsphase als kompakte Einheit. In der Defensive hatten die Frankfurter alles im Griff, in der Offensive setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche. Die Führung durch einen fulminanten Distanzschuss Boatengs war durchaus verdient.

Die Hoffenheimer, die ohne Benjamin Hübner auskommen mussten, zeigten in der ersten Hälfte eine schwache Vorstellung. Die zweite gute Chance des Spiels vergab Mijat Gacinovic, als er in der 38. Minute aus aussichtsreicher Position knapp verzog.

Drei Minuten später wurde es zum ersten Mal auf der Gegenseite gefährlich. Nach einem Fehler von Eintracht-Keeper Lukas Hradecky traf Nationalstürmer Sandro Wagner nur den Außenpfosten.

Hoffenheim macht im zweiten Durchgang mehr

Nach dem Seitenwechsel gaben die Gastgeber mehr Gas, in der 53. Minute feierte Bayern-Leihgabe Serge Gnabry sein Comeback nach langer Verletzungspause. Neun Minuten später kam Kramaric für den blassen Wagner.

Trotz der gesteigerten Bemühungen verzeichnete die TSG auch im zweiten Durchgang lange keine hochkarätige Möglichkeit. Den Hoffenheimern fehlte vor allem Kreativität. In der 73. Minute zog Nagelsmann sein letztes Ass aus dem Ärmel und brachte Amiri. Drei Minuten später vergab der Frankfurter Ante Rebic die Chance zur Vorentscheidung.

Dies wurde in der Nachspielzeit gerächt. Nach einem umstrittenen Freistoß in der eigenen Hälfte schalteten die Hoffenheimer schnell um und kamen durch Uth doch noch zum Remis.

Weitere Informationen

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)

Hoffenheim: Baumann - Rupp (53. Gnabry), Vogt, Posch - Grillitsch, Schulz - Geiger (73. Amiri) - Demirbay, Akpoguma - Uth, Wagner (63. Kramaric)           
Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Abraham, Falette - Wolf, Stendera (60. Hasebe), Willems -Boateng, Gacinovic (75. Fernandes) - Haller (70. Jovic), Rebic       

Tore: 0:1 Boateng (13.), 1:1 Uth (90.+1)
Gelbe Karten: -/ Stendera, Gacinovic  

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 30.150

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 18.11.2017, 17:15 Uhr