Bruno Hübner spricht mit Lukas Hradecky
Bruno Hübner (li.) versucht alles - aber Lukas Hradecky zieht es wohl weg. Bild © Imago

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner wird in der Causa Lukas Hradecky zunehmend pessimistischer. Der Torhüter wird schwer in Frankfurt zu halten sein – bei zwei weiteren Leistungsträgern sieht das anders aus.

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Bruno Hübner

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hübner: "Wir denken darüber nach, Spieler abzugeben"

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Kurz vor der anstehenden Winterpause wird bei Eintracht Frankfurt Inventur gemacht. Das Punktekonto ist mit 25 Zählern nach 16 Spieltagen gut gefüllt, im noch ausstehenden Spiel gegen den FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr) darf aber gerne noch etwas hinzukommen. Im Kader ist eher das Gegenteil der Fall: Trainer Niko Kovac muss insgesamt 36 Profis bei Laune halten – ein paar weniger wären auch nicht schlimm. "Wir denken darüber nach, Spieler abzugeben. Bei zwei bis drei etwas intensiver", bestätigte Sportdirektor Bruno Hübner am Donnerstag. Namen nannte er nicht.

Yanni Regäsel und Anderson Ordonez, denen die Eintracht bereits offiziell einen Tapetenwechsel ans Herz gelegt hat, dürften auf der Abgabeliste ganz oben stehen. Weitere Kandidaten für einen Verkauf oder ein Leihgeschäft könnten die Dauerreservisten Max Besuschkow, Slobodan Medojevic oder Branimir Hrgota sein. "Für einige wäre es besser, wenn sie Spielpraxis sammeln würden. Wir versuchen, gemeinsam mit den Spielern eine Lösung zu finden", sagte Hübner, der eine für alle Seiten zufriedenstellende Einigung auch immer noch bei Lukas Hradecky anstrebt.

Das Thema Hradecky schwelt noch immer

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Hübner telefoniert

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hübner: "Wird schwer, mit Hradecky zu verlängern"

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Nach dem Sommertheater um die mögliche Vertragsverlängerung des finnischen Schlussmanns, das mit zwei abgelehnten Angeboten und einer ungeklärten Zukunft endete, ist die Jagd nach einem Autogramm des 28-Jährigen auf ein Frankfurter Arbeitspapier noch immer nicht final abgeschlossen. "Lukas weiß, welchen Stellenwert er bei uns hat. Wir sind weiter bereit, Gespräche mit ihm zu führen", bot Hübner weitere Verhandlungen an, um den im Sommer 2018 auslaufenden Kontrakt doch noch einmal zu erneuern und einen ablösefreien Wechsel zu verhindern. "Wir bleiben da am Ball", versprach er.

Alleine die Hoffnung, dass der Umworbene beim insgesamt dritten Kniefall endlich "ja" sagt, schwindet allmählich. Trotz verbesserter sportlicher Perspektiven und einer Hinrunde, die definitiv im Dunstkreis der Europa-League-Plätze enden wird, stehen die Zeichen nach drei Jahren eher auf Abschied. Hradecky will wohl noch einmal zu einem großen Verein, sein karriereplanender Vater unterstützt dieses Vorhaben. "Grundsätzlich glaube ich, dass es schwer wird, mit ihm zu verlängern", stufte Hübner die Chancen auf ein Happy End als eher gering ein.

Rebic und Wolf sollen bleiben

Während die Beziehung zwischen der Eintracht und Sympathieträger Hradecky also wohl in die letzten sechs Monate geht, soll die Verbindung mit zwei absoluten Leistungsträgern jetzt erst richtig intensiviert werden. Offiziell gehören die beiden Leihspieler Marius Wolf (Hannover 96) und Ante Rebic (AC Florenz) zwar noch anderen Vereinen, das soll sich aber möglichst bald ändern. "Aus Leihspielern sollen irgendwann feste Spieler werden", philosophierte Hübner, ohne dabei auf Vertragsdetails und mögliche festgeschrieben Ablösesummen eingehen zu wollen.

Auch die vom Kicker ins Spiel gebrachte Klausel, wonach bei Rebic nach seinem 15. Bundesliga-Einsatz bereits am Samstag automatisch eine Kaufoption von zwei Millionen Euro greifen würde, wollte Hübner nicht kommentieren. Einen erneuten Abschied des kroatischen Stürmers wie bereits im vergangenen Sommer soll es aber nicht noch einmal geben. "Ich bin überzeugt, dass beide auch nächstes Jahr bei uns spielen", so Hübner, der sich bei aller Kader-Umbauarbeit über die Weihnachtszeit ein wenig Freizeit gönnen will. "Das Ziel ist es, ein paar Tage mit der Familie in den Bergen abzuschalten."