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Eintracht-Präsident Peter Fischer Bild © Imago

Peter Fischer, Präsident der Frankfurter Eintracht, hat in einem Interview klar Stellung gegen die AfD bezogen - und hat damit Recht, findet hr-Redakteur Dieter Sdun.

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Eintracht- Präsident Peter Fischer

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Danke, Peter Fischer" - ein Kommentar von hr-Redakteur Dieter Sdun

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Danke, Peter Fischer. Der Präsident von Eintracht Frankfurt hat nicht zum ersten Mal etwas gezeigt, was öffentlich nur noch selten zu sehen ist: Zivilcourage. Dass gerade Eintracht Frankfurt, dessen Spieler einst als "Schlappekicker" bezeichnet wurden, weil jüdische Geschäftsleute den Verein auf vielfältige Weise unterstützten, sich besonders gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzt, hat Tradition.

Die Eintracht war einer der ersten Bundesligisten, die die Zeit zwischen 1933 und 1945 mustergültig aufgearbeitet haben. Im Museum von Eintracht Frankfurt wird auch dieser Zeit gedacht, und nicht nur den Jahren mit Titeln und Pokalen. Die Eintracht, ihre Spieler, ihre Vereinsmitglieder, ihre Anhänger, sie hatten besonders zu leiden unter der Nazi-Herrschaft.

Wer heute Mitglied von Eintracht Frankfurt ist oder werden will,  der sollte aufgrund dieser Geschichte für Toleranz und einen weltoffenen Geist stehen. Die AfD weist stattdessen rassistische und menschenverachtende Tendenzen auf. Man denke nur an die Aussage des AfD-Politikers Gauland, dass man einen wie Jérôme Boateng nicht als Nachbarn haben wolle, egal wie erfolgreich er sei. Die Eintracht und die AfD, das verträgt sich nicht, hat der Eintracht-Präsident deutlich gemacht, sehr deutlich. Danke, Peter Fischer.