Ante Rebic
Rebic hat Europa im Blick Bild © picture-alliance/dpa

Für Ante Rebic läuft es derzeit richtig gut. Bei Eintracht Frankfurt gehört er zu den Top-Torschützen, in der kroatischen Nationalmannschaft feierte er jüngst sein Comeback. Das reicht dem 24-Jährigen aber noch nicht.

Dass Eintracht Frankfurt seit sechs Bundesligaspielen ungeschlagen ist, hat auch viel mit ihm zu tun: Ante Rebic. Der Kroate hat sich zuletzt in bestechender Form präsentiert, ist trickreich wie eh und je und hat mir vier Saisontoren bereits doppelt so oft genetzt wie in der kompletten vergangenen Spielzeit. "Ich hoffe, dass es auch weiter so gut läuft", sagte der 24-Jährige in einer Presserunde am Dienstag, hatte dann aber doch noch eine Anmerkung: "Meine persönliche Meinung ist, dass ich in der letzten Saison besser gespielt habe, aber in dieser Saison habe ich mehr Tore geschossen."

Ante Rebic und Sebastien Haller herzen sich
Ante Rebic und Sébastien Haller harmonieren bislang prächtig. Bild © Imago

Rebic ist ein ehrgeiziger Typ, seine Ansprüche sind hoch. Angesprochen auf die sechs Spiele ohne Niederlage verweist der Kroate stoisch darauf, dass man es in der Hinrunde der vergangenen Saison auf neun Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage brachte. Acht Mal in der Bundesliga, ein Mal im DFB-Pokal. "Aber wir sind ein gutes Team. Wir passen gut zueinander und wenn wir so weitermachen, hoffe ich, dass das in eine ähnliche Richtung geht", so der Angreifer.

Nuancen entscheiden über Europa

Insbesondere im Sturm sieht man derzeit, wie eingespielt die im Sommer wieder einmal bunt zusammengestellte Eintracht-Mannschaft schon ist. Rebic und sein kongenialer Partner Sébastien Haller sind zwei völlig unterschiedliche Sturmtypen, scheinen sich aber genau deshalb so gut zu ergänzen. "Das hat der Trainer sehr gut ausbalanciert. Und das hat sich bisher ganz gut bewährt", so Rebic. Neun der 14 Frankfurt Saisontore gehen auf das Konto des Duos.

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„Die Liga ist ziemlich ausgeglichen. Es wird auf Nuancen ankommen.“ Zitat von Ante Rebic
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Schafft es Trainer Niko Kovac auch weiterhin, die Balance im Team zu halten, sei mit dieser Mannschaft noch viel möglich. Mit dem siebten Tabellenplatz könne man zwar eigentlich schon zufrieden sein, doch Rebic strebt nach Höherem. Er hofft, dass sich die Eintracht "für Europa" qualifiziert. "Die Liga ist ziemlich ausgeglichen. Es wird auf Nuancen ankommen."

Gute Erinnerungen an Leverkusen

Das gilt wohl auch schon für die kommende Pflichtspielaufgabe gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr). Das Team von Heiko Herrlich steht zwar zwei Plätze hinter der Eintracht, ist inzwischen aber seit sieben Bundesligaspielen ungeschlagen. "Leverkusen ist eine sehr intensive und offensive Mannschaft. Aber wenn wir so weitermachen und alles geben, so wie wir das bei Hoffenheim gemacht haben, dann wird alles gut", prognostiziert der Kroate.

Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass Rebic in der vergangenen Saison gegen Leverkusen sein Debüt im Eintracht-Dress feierte. "Ich habe damals eine Vorlage gegeben", erinnert er sich noch allzu gut an sein erstes Spiel unter Kovac. "Das war dann auch das Tor, das den Sieg gesichert hat." Er hoffe, dass es dieses Mal ähnlich gut laufen wird.