"Pokalfight" mal ganz wörtlich genommen: Marco Russ und John Verhoek suchen den Körperkontakt.
"Pokalfight" mal ganz wörtlich genommen: Marco Russ und John Verhoek suchen den Körperkontakt. Bild © Imago

Der Sieg im Pokalspiel beim 1. FC Heidenheim war für die Eintracht ein hartes Stück Arbeit. Wie groß die Erleichterung im Frankfurter Lager nach dem 120-minütigen Kampf war, zeigen die Stimmen zum Spiel.

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Eintracht Frankfurt ist durch einen Zittersieg beim 1. FC Heidenheim ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Ein Klassenunterschied war beim 2:1 (n.V.) gegen den Zweitligisten nicht zu erkennen, alle Beteiligten sahen ein Spiel auf Augenhöhe. Die Stimmen zum Spiel.

Niko Kovac (Trainer Frankfurt): Es ist ein Pokalfight geworden. Das wollten wir nicht unbedingt, aber das lag auch am Gegner. In den ersten 90 Minuten haben wir das Tempo vermissen lassen. Deswegen war es für uns schwierig, Chancen zu kreieren. In der Verlängerung hat man schon gesehen, dass wir das Tempo anziehen konnten. Der Sieg ist unterm Strich verdient. Wir haben gegen eine sehr kampfstarke Mannschaft gespielt.

Marco Russ (Frankfurt): Uns war von vorneherein klar, dass wir erstmal den Kampf annehmen müssen. Es gab viele lange Bälle von Heidenheim. Wir haben es eigentlich gut verteidigt, aber haben es mit dem Ball ein bisschen zu langsam gespielt. Dann wird es auch schwer. Aber es war klar, dass wir hier nicht einfach durchspazieren. Wir sind froh, dass wir das Elfmeterschießen vermieden haben und eine Runde weiter sind. Wir hoffen, dass es in der Auslosung nicht Bayern wird. Wir tun alles dafür, nochmal ins Finale zu kommen, dafür nehmen wir die 120 Minuten heute mit.

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Frank Schmidt (Trainer Heidenheim): Kompliment für meine Mannschaft, die hier einen absolut geilen Pokalfight geliefert hat. Wir hatten zwar weniger Ballbesitz, aber lange Zeit die besseren Chancen. Wir hatten ein bisschen Pech, dass unser 1:0 nicht gegeben wurde und dass das 2:1 – das wohl abseitsverdächtig war – gegeben wurde. Man hat schon gesehen, wer Bundesligist ist und wer Zweitligist, aber wir haben uns mit unseren Mitteln gut geschlagen.

Marc Schnatterer (Heidenheim): Die Enttäuschung kommt erst noch. Aktuell bin ich mehr beeindruckt und stolz auf das, was wir über 120 Minuten geleistet haben. Ich glaube, viele hatten uns nicht zugetraut, nach einem 0:1 zurückzukommen. Aber wir waren direkt da und hätten das Spiel danach sogar komplett drehen können. Die Jungs haben wirklich nochmal alles rausgehauen, was im Akku war.

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Weitere Informationen

1. FC Heidenheim - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:0) n.V.

Heidenheim: Müller - Strauß, Kraus, Beermann, Feick - Griesbeck (88. Theuerkauf), Titsch-Rivero - Lankford (103. Glatzel), Schnatterer (103. Busch) - Verhoek, Dovedan (82. Thomalla)

Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Hasebe, Russ - Wolf (100. da Costa), Gacinovic, Boateng, Willems (64. Tawatha), Hrgota, (79. Stendera), Rebic (106. Jovic) - Haller                                

Tore: 0:1 Gacinovic (95.), 1:1 Schnatterer (96.), 1:2 Haller (109.)
Gelbe Karten: Feick, Dovedan - Hasebe

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)    
Zuschauer: 11.000 

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Sendung: hr-iNFO, 20.12.2017, 20.45 Uhr