Barkok, Kovac und Boateng im Gespräch
Aymen Barkok, Eintracht-Trainer Niko Kovac und Kevin-Prince Boateng (v. li.) Bild © Imago

Die Frankfurter Eintracht ist nach dem Auswärtssieg in Hamburg glücklich, aber längst nicht restlos zufrieden. In den Stimmen zum Spiel ist auch die verletzungsbedingte Auswechselung von David Abraham ein Thema.

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ringt den Hamburger SV nieder. Nach Toren von Marius Wolf (16. Spielminute) und Mijat Gacinovic (24.) gewinnen die Hessen am Dienstagabend mit 2:1 (2:1). Einen ausführlichen Spielbericht finden Sie hier.

Niko Kovac (Eintracht-Trainer): In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, in der zweiten Hälfte der HSV. Deshalb ist der Sieg sicherlich glücklich. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Wenn wir mit der Halbzeitführung von vielleicht 5:2 in die Pause gehen, wird es sehr viel leichter für uns. Da hat noch ein bisschen die Coolness gefehlt. Mit der Hinrunde bin ich zufrieden. Wir müssen schauen, dass wir den Abstand nach hinten vergrößern. Es wird eine enge Saison. Unterm Strich werden 38 bis 40 Punkte nötig sein, um in der Liga zu bleiben. Wenn wir die Punkte haben, können wir gerne über andere Sachen reden. David Abraham hat keine Fraktur. Er hat 'nur' einen Bluterguss am Wadenbein, und wir hoffen, ihn bis zum Wochenende wieder hinzubekommen.

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Marius Wolf (Eintracht-Torschütze): Wir hatten uns vorgenommen zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit war es sehr schwer, da haben die Kräfte etwas nachgelassen. Wir waren kaputt, aber jeder hat sich reingehauen. In der ersten Halbzeit haben wir - bis auf die ersten zehn Minuten - ein richtig gutes Spiel gemacht und hatten richtig, richtig gute Chancen. Normal darf man nicht nur mit einem 2:1 in die Kabine gehen. Die ersten beiden Tore und auch die anderen Chancen haben wir gut herausgespielt. Wir nehmen die Punkte mit und konzentrieren uns jetzt auf Schalke.

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic kann einen Wechsel von Oczipka nicht ausschließen.
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Fredi Bobic (Eintracht-Sportvorstand bei sky): Der Platz wurde richtig umgepflügt. Da muss ich meinem Freund Heribert Bruchhagen sagen, er muss einen neuen Platz aufrollen lassen. Es war ein wirkliches Kampfspiel. Nach dem 1:1 haben wir einen Super-Fußball gespielt und hätten das Spiel eigentlich mit 4:1, 5:1 zumachen müssen. Das war absolut möglich. In der zweiten Halbzeit haben wir sehr schlampig nach vorne gespielt, da waren die Hamburger dem Ausgleich ganz klar näher. Aber wir haben dagegengehalten und wollten nicht klein beigeben. Ante Rebic muss ich besonders loben. Der Junge wird immer besser.

Christian Mathenia (HSV-Torwart): Wir sind sehr gut reingekommen in die Partie, haben druckvoll gespielt und folgerichtig das 1:0 gemacht. Dann kamen wir in eine nicht so gute Phase. 20 Minuten lang haben wir in der ersten Halbzeit komplett neben uns gestanden. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Herz in unsere Hände genommen, alles probiert, wir wollten unbedingt das Tor erzwingen. Aber irgendwie sollte es nicht sein. Das 1:1 habe ich schon gezeigt bekommen. Es ist ein sehr harter Schuss gewesen, der Ball hat sich gar nicht bewegt und ist komplett von mir weggeflattert. Von einem klaren Torwartfehler zu sprechen… es ist nicht so.  

Sendung: hr-iNFO, 12.12.17, 23 Uhr